
Die Feuerwehren im Hochsauerlandkreis bekommen bei großen Einsätzen wichtige Unterstützung: vom Deutschen Roten Kreuz und von den neuen First-Responder-Einheiten in Winterberg. Während das DRK bei den Waldbränden in Sundern-Stemel und Marsberg-Helminghausen unter anderem Einsatzkräfte versorgt und sanitätsdienstlich absichert, übernehmen die First Responder in Winterberg den medizinischen Eigenschutz der Feuerwehrleute bei Brandeinsätzen. Das Ziel: Feuerwehrkräfte im HSK sollen auch bei langen und belastenden Einsätzen schnell Hilfe bekommen.
DRK: Unterstützung bei Waldbränden und Großschadenslagen
Nach Angaben des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe hat es zwischen dem 8. und 14. August insgesamt 25 Einsatzmeldungen aus 14 Kreisverbänden gegeben. Insgesamt waren dabei 503 Kräfte im Einsatz. Das Spektrum reichte von Wald- und Brandeinsätzen über sogenannte Massenanfälle von Verletzten bis hin zur Versorgung von Menschen in längeren Verkehrsstaus.
Ein Schwerpunkt lag auch im Hochsauerlandkreis. Beim Waldbrand in Sundern waren die DRK-Kreisverbände Arnsberg und Altkreis Meschede mit zusammen 94 Kräften im Einsatz. Ihre Hauptaufgaben: die Verpflegung und die sanitätsdienstliche Absicherung der mehr als 300 eingesetzten Feuerwehrleute. Beim Waldbrand in Marsberg unterstützten die DRK-Kreisverbände Brilon, Altkreis Meschede und Warendorf-Beckum mit 36 Kräften. Dort sicherten sie nach DRK-Angaben rund 500 Einsatzkräfte medizinisch ab und kümmerten sich ebenfalls um die Versorgung.
Parallel dazu war das DRK auch bei mehreren MANV-Lagen im Einsatz, also bei Einsätzen mit vielen Verletzten. In den Kreisverbänden Siegen-Wittgenstein, Olpe und Paderborn waren dafür 44 Kräfte eingebunden. Sie unterstützten unter anderem mit Patientenablagen, Rettungsmitteln, Führungsunterstützung und im regulären Rettungsdienst. Weitere Einsätze gab es laut DRK bei Suchhundeinsätzen, im Rettungsdienst und bei einem langen Verkehrsstau. Dort versorgte der DRK-Kreisverband Warburg Menschen mit Getränken, betreute Betroffene und half besonders auch Familien mit Babys.
Winterberg: First Responder als Schutz für Feuerwehrleute
Auch in Winterberg wird die Unterstützung für Feuerwehren ausgebaut. Dort haben die neuen First-Responder-Einheiten aus Winterberg, Siedlinghausen und Züschen jetzt ihren ersten echten Härtetest erlebt. Eigentlich sollten die Einheiten offiziell vorgestellt werden, stattdessen wurden sie kurzfristig zu einem Lkw-Brand auf der Haarfelder Straße alarmiert.
Hintergrund ist eine Veränderung im Hochsauerlandkreis: Seit Ende vergangenen Jahres fährt bei Brandeinsätzen kein Rettungswagen mehr allein zum Eigenschutz der Feuerwehr mit. Diese Lücke sollen nun die First Responder schließen. Sie sichern Feuerwehrleute bei Einsätzen medizinisch ab und unterstützen außerdem den Rettungsdienst, wenn dieser ausgelastet ist.
Nach Angaben der Feuerwehr stehen dafür inzwischen 49 ehrenamtliche Kräfte bereit. Rund 3.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit seien in Aufbau und Ausbildung geflossen. Die Stadt Winterberg hat das Projekt mit 55.000 Euro unterstützt. Zum Team gehören aktive Feuerwehrleute ebenso wie externes medizinisches Personal, darunter Rettungshelferinnen und Rettungshelfer, Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sowie Ärztinnen und Ärzte.