
Der Flughafen in Dortmund blickt positiv auf das laufende Jahr. Nach einem leichten Passagierrückgang von rund 4 Prozent im ersten Quartal infolge weggefallener Ryanair-Kapazitäten zog die Nachfrage mit Beginn des Sommerflugplans im April deutlich an, heißt es. Das Fluggastaufkommen lag bis Ende Mai mit rund 1,3 Millionen Reisenden fast 9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Von Dortmund aus können Reisende jetzt beispielsweise auch nach Palermo, Mailand oder Rom fliegen. 2025 war für den Airport mit 3,2 Millionen Reisenden ein Rekordjahr gewesen.
Solarstrom
Der Dortmund Airport bezieht seit 2015 seinen Strom zu 100 Prozent aus Ökostrom. Photovoltaikanlagen auf zwei Luftfahrzeughallen und dem Verwaltungsgebäude liefern bereits Strom. Jetzt wurde beschlossen eine weitere Photovoltaikanlage auf den Dächern des Terminals zu bauen. Damit soll die Solarstromkapazität spürbar ausgebaut werden. Mit rund 2.400 m² Modulfläche ist die bislang größte Solaranlage am Standort geplant, heißt es. Der erwartete Jahresertrag von rund 550.000 kWh decke rund 12 Prozent des Gesamtstrombedarfs des Terminalgebäudes und soll vollständig für den Eigenverbrauch genutzt werden. Dadurch lassen sich gegenüber einer konventionellen Stromversorgung jährlich rund 260 Tonnen CO₂ einsparen, heißt es. Der Ausbau der Eigenstromerzeugung erhöhe nicht nur die Unabhängigkeit von externen Energiepreisentwicklungen, sondern stärke auch die langfristige Kosteneffizienz des Flughafenbetriebes.
Anpassung der bundespolizeilichen Grenzkontrollstellen
Vor dem Hintergrund des seit Oktober schrittweise eingeführten Ein- und Ausreisesystems EES (Entry-Exit-System) wurden die Grenzkontrollprozesse an den Schengen-Außengrenzen durch die Erfassung biometrischer Daten (Gesichtsbild und Fingerabdrücke) digitalisiert und weitgehend automatisiert. Ziel des Systems ist es, Identitätsbetrug effektiv zu verhindern, Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen effizienter zu erfassen, Aufenthaltsdauern systematisch zu überwachen und manuelle Prozessschritte wie die Passstempelung schrittweise zu ersetzen.
Um den daraus resultierenden erhöhten Anforderungen in der Einführungsphase Rechnung zu tragen und gleichzeitig eine reibungslose Abfertigung auch bei hohem Passagieraufkommen sicherzustellen, werden die Kontrollkapazitäten der Bundespolizei im Bereich der Gates 0 bis 2 erweitert, so der Airport. Die Zahl der Kontrollspuren soll von derzeit vier auf sechs erhöht werden, um bei mehreren parallel stattfindenden Non-SchengenFlügen eine effiziente und geordnete Passagierabfertigung sicherzustellen.