
In Arnsberg läuft die Digital Woche und heute geht es dabei um das viel diskutierte Social Media Verbot für Jugendliche. Die vhs Arnsberg/Sundern lädt zu einer Diskussion über Chancen, Risiken und Grenzen digitaler Medien ein. Australien hat Fakten geschaffen, Frankreich ringt um neue Regelungen, und auch in Deutschland wird die Debatte immer intensiver geführt: Sollten soziale Medien für Jugendliche stärker eingeschränkt oder sogar verboten werden? Welche Folgen hätten solche Maßnahmen – und wären sie überhaupt umsetzbar? Diesen Fragen widmet sich die vhs Arnsberg/Sundern heute bei einer Veranstaltung unter dem Titel „Social -Media-Verbot für Jugendliche?“.
Soziale Medien sind allgegenwärtig
Soziale Medien prägen besonders den Alltag vieler junger Menschen. Sie dienen der Kommunikation, der Information und Unterhaltung, sind aber zugleich Orte von Orientierung, Zugehörigkeit und Selbstausdruck, so die vhs. Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat stehen immer wieder in der Kritik, sie präsentieren zum Teil Scheinwelten und für viele unerreichbare Schönheitsideale. Themen wie Cybermobbing, Hassrede, Desinformation, Radikalisierung und der Verlust der Kontrolle über persönliche Daten sorgen bei Eltern, Schulen und Politik für Diskussionen und Sorgen.
Medienexperte zu Gast
Der Vortrag heute will die wichtigsten Argumente sowohl für als auch gegen stärkere Beschränkungen sozialer Medien für Jugendliche beleuchten. Dabei geht es um Fragen des Jugendschutzes, um gesetzliche Möglichkeiten der Plattformregulierung sowie um die Bedeutung von Medienkompetenz in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft, heißt es. Ebenso sollen Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit und digitale Teilhabe in den Blick genommen werden.
Referent des Abends ist Hans-Peter Dürhager. Der Medienpädagoge und Filmemacher beschäftigt sich mit Kommunikation in digitalen Medienwelten. In Seminaren, Workshops und Fortbildungen für Jugendliche und Erwachsene arbeitet er zu Themen wie Fake News, Hate Speech, Extremismusprävention und kritischer Medienkompetenz. Ihm geht es um einen reflektierten und selbstbestimmten Umgang mit Medien, heißt es.
„Die Diskussion um soziale Medien wird häufig sehr emotional geführt. Unser Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen“, so Helen Schreiber, Fachbereichsleiterin der vhs Arnsberg/Sundern. Die Veranstaltung möchte Einblicke in die Chancen und Herausforderungen digitaler Medien geben.
Digital Woche
Die vhs Arnsberg/Sundern beteiligt sich erstmals an der Digitalwoche und will damit ein klares Zeichen für digitale Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und den sicheren Umgang mit digitalen Technologien setzen, heißt es. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW und dem freiRAUM der Stadt Arnsberg gibt es verschiedene Angebote. Im Mittelpunkt stehen: digitale Sicherheit, Verbraucherschutz im Netz, Künstliche Intelligenz, Smartphone-Nutzung, digitale Kompetenzen sowie neue Formen des Lernens und Arbeitens. Ziel der Kooperation ist es, Hemmschwellen abzubauen und Menschen dabei zu unterstützen, digitale Entwicklungen kompetent, kritisch und selbstbewusst zu nutzen, so die vhs.
Es gibt Workshops, Vorträge und Mitmachangeboten und offene Austauschformate. Alle Angebote sind kostenlos.