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Digitale Vorteilskarte: Eslohe vor Einstieg
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Digitale Vorteilskarte: Eslohe vor Einstieg

Eslohe könnte Teil eines neuen digitalen Gemeinschaftsprojekts im Sauerland werden: Die Gemeinde berät in dieser Woche über einen Beitritt zum LEADER-Projekt „RegionPlus“.

Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 03:00

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Ziel des Projekts ist es, Vorteile, Informationen und Angebote aus Freizeit, Ehrenamt, Kultur, Tourismus und Nahversorgung künftig auf einer gemeinsamen Plattform zu bündeln. Am Mittwoch beschäftigt sich zunächst der Esloher Ausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Wirtschaftsförderung mit dem Thema. Einen Tag später soll dann der Rat der Gemeinde Eslohe über den Beitritt entscheiden.

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Was ist RegionPlus?

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Mit RegionPlus soll eine digitale Plattform für verschiedene Karten- und Vorteilssysteme entstehen. Geplant ist, dass dort unter anderem Ehrenamtskarten, Gästekarten, Familienkarten, Neubürgerkarten oder auch Mitarbeiterkarten in einem gemeinsamen System zusammengeführt werden.

Die Plattform soll per Web und App nutzbar sein. Nach Angaben der Projektpartner ist das System barrierefrei geplant. Außerdem soll die Technik auf Blockchain-Basis laufen, damit Vorteile anonym genutzt werden können, ohne dass personenbezogene Daten gespeichert werden müssen.

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Das sind die Ziele des Projekts

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Das interkommunale Projekt soll den Alltag für Menschen in der Region einfacher machen und gleichzeitig Vereine, Unternehmen und touristische Anbieter stärken. Geplant sind unter anderem:

  • eine zentrale Datenbank für regionale Angebote,
  • ein gemeinsames Erscheinungsbild,
  • Schulungen für Vereine und Anbieter,
  • eine Öffentlichkeitskampagne,
  • sowie die technische Betreuung durch einen zentralen Partner.

Davon profitieren könnten laut Vorlage Bürgerinnen und Bürger, Ehrenamtliche, Neubürger, Touristinnen und Touristen sowie lokale Unternehmen.

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Warum RegionPlus für Eslohe interessant ist

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Die Verwaltung der Gemeinde Eslohe bewertet die Möglichkeiten des Systems positiv. Auch „Eslohe Aktiv e.V.“, die Interessengemeinschaft der Betriebe in der Gemeinde, hat sich in einer ersten Reaktion grundsätzlich positiv zu dem Projekt geäußert.

Aus Sicht der Projektpartner könnte RegionPlus mehrere Probleme lösen: Bisher gebe es kein übergreifendes System, das Menschen in der Region gleichermaßen Zugang zu Freizeit-, Kultur-, Ehrenamts- oder Tourismusangeboten ermögliche. Viele Angebote seien bisher nur begrenzt sichtbar oder an einzelne Orte gebunden.

Mit RegionPlus sollen deshalb:

  • soziale Teilhabe gestärkt,
  • regionale Anbieter unterstützt,
  • Ausbildungsangebote sichtbarer gemacht,
  • Verwaltungskosten gesenkt
  • und langfristig eine erweiterbare digitale Infrastruktur aufgebaut werden.
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Diese Kommunen sind dabei

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Federführend vorangetrieben wird das Projekt von der Stadt Medebach. Interesse angemeldet haben laut Sitzungsvorlage außerdem die Städte und Gemeinden Hallenberg, Meschede, Schmallenberg und Winterberg. Auch Eslohe könnte nun Teil dieses interkommunalen Kooperationsprojekts werden.

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So hoch wären die Kosten für Eslohe

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Für die Gemeinde Eslohe läge der Kostenanteil laut Sitzungsvorlage bei rund 540 Euro pro Monat, also bei etwa 6.500 Euro pro Jahr. Die Mittel stehen laut Verwaltung im Haushalt bereits zur Verfügung, und zwar im Produkt „Städtebauförderung/Dorferneuerung“.

Die Projektlaufzeit ist zunächst auf 32 Monate angelegt. Ein Start ist voraussichtlich ab September 2026 vorgesehen, die Förderphase würde dann bis Mai 2029 laufen - allerdings vorbehaltlich der Bewilligung der beantragten LEADER-Förderung.

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LEADER-Förderung soll Großteil abdecken

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Für die LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“ belaufen sich die Gesamtkosten nach den vorliegenden Informationen auf 185.640 Euro. Davon sollen 70 Prozent, also 129.948 Euro, über LEADER gefördert werden. Der kommunale Eigenanteil läge bei 55.692 Euro.

Die Kosten sollen zwischen den beteiligten LEADER-Regionen hälftig aufgeteilt werden.

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Hintergrund zum Projekt

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Bereits im November 2024 war ein ähnliches Projekt unter dem Titel „BMS BenefitPass“ beschlossen worden. Damals sollten sich die Stadt Meschede und die Wirtschaftsförderung GmbH Sundern beteiligen. Dieses Vorhaben kam jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zustande. Nun soll das Projekt mit neuem Namen und neuen Partnern bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt werden.

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