
2025 hat die Polizei im Hochsauerlandkreis insgesamt rund 5.600 Tatverdächtige ermittelt, von denen etwa drei Viertel männlich waren. Die Zahl der Verdächtigen unter 21 Jahren lag bei knapp 1.200 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Darunter fallen genau 300 Kinder, knapp 500 Jugendliche und knapp 400 Heranwachsende. Diese jüngere Gruppe fällt laut Kreispolizeibehörde vor allem durch Diebstahls- und Gewaltdelikte auf.
Auch NRW-weiter Rückgang
Diese lokale Entwicklung passt zum landesweiten Trend in Nordrhein-Westfalen. Laut Innenministerium sanken die Zahlen bei jugendlichen Tatverdächtigen in den vergangenen zwei Jahren deutlich. Auch die Zahl der mehrfach tatverdächtigen Jungen und Mädchen ist rückläufig. Für die Polizei im Sauerland bedeutet der leichte Rückgang eine positive Entwicklung, auch wenn knapp dreißig Prozent der ermittelten Gewalttäter im Kreisgebiet weiterhin jünger als 21 Jahre alt sind.
Bei Gewaltkriminalität höherer Anteil an jungen Verdächtigen
Im Bereich der reinen Gewaltkriminalität zählte die Kreispolizei im HSK zuletzt 461 Verdächtige, wovon 134 unter 21 Jahre alt waren. Unter den Begriff der Gewaltkriminalität fallen schwere Straftaten wie Tötungsdelikte, Vergewaltigungen, Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung.
Die häufigsten Straftaten bei Jugendlichen in NRW
Laut Innenministerium führen Ladendiebstahl, einfache sowie schwere Körperverletzung und Sachbeschädigung die landesweite Statistik an. Auch Rauschgiftdelikte, Beleidigungen und Bedrohungen gehören zu den häufigsten Fällen.