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Spielautomat
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Der Glücksspielmarkt im Hochsauerlandkreis

Über 16,2 Millionen Euro. Laut einer Hochrechnung wird so viel Geld in diesem Jahr in Sauerländer Spielhallen und an einzelnen Spielautomaten im HSK verzockt.

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Die Verlusthochrechnung geht aus der aktuellen „Roten Studie“ der Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW hervor. Die Rote Studie erfasst Spielhallen, Geldspielgeräte, Lottoannahmestellen und Wettvermittlungsstellen in allen Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens. Arnsberg hat mit 14 Spielhallen und 154 Spielautomaten so viele Glücksspielangebote wie keine andere Sauerländer Kommune. Auch die hochgerechneten Spielerverluste liegen dort mit mehr als sechs Millionen Euro pro Jahr deutlich über den Werten anderer Kommunen im Hochsauerlandkreis. In Brilon wurden sieben Spielhallen und 84 Geldspielgeräte (Spielautomaten) gezählt. Meschede kommt auf sechs Spielhallen und 72 Geräte, während Schmallenberg drei Spielhallen und 36 Geräte verzeichnet. Olsberg liegt bei zwei Hallen, Sundern ebenfalls bei zwei, Bestwig und Medebach jeweils bei einer.

Eslohe und Hallenberg waren zum Stichtag, dem 1.Januar 2026, spielhallenfrei. In manchen Kommunen gibt es zwar keine Spielhallen aber einzelne Geldspielgeräte in Gaststätten. In Eslohe wurden zum Beispiel drei Geräte in Gaststätten erfasst.

Auch bei den Lottoannahmestellen gibt es kreisweit Unterschiede. Arnsberg kommt auf 13, Brilon und Schmallenberg jeweils auf vier, Sundern auf drei und Olsberg auf zwei. In Hallenberg, Bestwig, Eslohe oder Medebach fällt das Angebot deutlich kleiner aus. Lotto bleibt damit auch im Hochsauerlandkreis das am weitesten verbreitete stationäre Glücksspielangebot.

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Hohe Verluste

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Die errechnete Verlustsumme von 16,26 Millionen Euro beschreibt nicht die im letzten Jahr erfassten Verluste, sondern eine auf Basis des Gerätebestands berechnete Jahreshochrechnung für 2026, so die Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW. Bei den hochgerechneten Spielerverlusten zeigt sich, wie stark die Unterschiede im HSK ausfallen. Arnsberg liegt mit gut 6,07 Millionen Euro vorn, gefolgt von Brilon mit rund 3,32 Millionen Euro und Meschede mit etwa 2,84 Millionen Euro. Schmallenberg kommt auf rund 1,42 Millionen Euro, Sundern auf rund 947.000 Euro und Olsberg auf rund 710.000 Euro. In Medebach und Bestwig liegt der hochgerechnete Wert jeweils bei knapp 474.000 Euro. Es handelt sich bei allen oben genannten Zahlen um statistische Hochrechnungen auf Basis der Gerätezahl und des durchschnittlichen Kasseninhalts je Gerät.

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Suchthilfe im HSK

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Laut Roter Studie gab es im gesamten Hochsauerlandkreis im Jahr 2025 zwei Beratungsstellen mit mindestens einer Betreuung zu problematischem Glücksspiel. Wer Hilfe braucht bekommt diese kostenlos und vertraulich, zum Beispiel bei den Caritas Sucht- und Beratungsstellen in Brilon und Meschede, sowie über anonyme Telefon- und Online-Angebote. Hier der Kontakt zum BZgA-Infotelefon (Glücksspielsucht): 0800 1372700 (kostenfrei, Mo–Do 10–22 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr).

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NRW-weite Entwicklung

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In den 346 erfassten NRW-Kommunen gab es zum Stichtag 01.01.2026 insgesamt 2.431 Spielhallen, 35.846 Geldspielgeräte (GSG) in Spielhallen und Gaststätten, 2.900 Lottoannahmestellen sowie 554 Wettvermittlungsstellen. Auf einen Spielautomaten kamen rechnerisch 464 Einwohner. In den Gaststätten ist die Anzahl der Spielautomaten gestiegen (7,2 Prozent). Der Aufstellort Gaststätte ist aus Sicht der Suchtprävention besonders relevant, weil dort häufig gleichzeitig Alkohol ausgeschenkt wird und der Zugang zum Glücksspiel niedrigschwelliger ist, so eine Sprecherin der Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW. Trotz eines Rückgangs der Gerätezahl in Spielhallen ist der hochgerechnete jährliche Kasseninhalt der aufgestellten Geldspielgeräte um 26,2 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend war der für die Hochrechnung angesetzte durchschnittliche Kasseninhalt je Gerät, der um 38,9 Prozent zunahm, so die Landesfachstelle Glücksspielsucht. Der Anstieg ist allerdings nicht als exakte Entwicklung der tatsächlichen Spielerverluste zu interpretieren, heißt es.

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Fehlende Suchthilfe in NRW

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Dem flächendeckenden Glücksspielangebot steht ein vergleichsweise kleines spezialisiertes Hilfeangebot gegenüber. Während in 89 Prozent der erfassten Kommunen mindestens ein Geldspielgerät und in 97,7 Prozent mindestens eine Lottoannahmestelle vorhanden war, verfügten lediglich 12,1 Prozent der Kommunen ⁠über eine Beratungsstelle mit glücksspielspezifischem Angebot. In 348 Kommunen (87,9 Prozent) gab es kein entsprechendes Beratungsangebot vor Ort. Verena Küpperbusch, Leiterin der Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW: „Die 18. Auflage der Studie zeigt, dass das terrestrische Glücksspielangebot in Nordrhein-Westfalen weiterhin sehr dicht bleibt. Zwar ist die Zahl der Spielhallenstandorte zurückgegangen, gleichzeitig konzentriert sich das verbleibende Angebot, und die Zahl der Geldspielgeräte in Gaststätten ist gestiegen. Für die Suchtprävention bedeutet das, dass die Verfügbarkeit von Glücksspiel weiterhin aufmerksam beobachtet werden muss – auch dort, wo Angebote weniger sichtbar sind.“

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