
In Meschede haben Denkmäler Paten, die sich sich zusammen mit der Stadt um den Erhalt kümmern. In Meschede-Calle hat der hl. Johannes von Nepomuk neue Paten. Die Sandsteinfigur steht unter besonderer Beobachtung des Vereins Heimat- und Ortsgemeinschaft Calle/Wallen. Zwischen der Stadt Meschede und dem Verein wurde vereinbart, dass der Verein ehrenamtlich die äußerliche Begutachtung/ Inaugenscheinnahme des städtischen Objektes übernimmt.
Der Caller Nepomuk
Die Heimat- und Ortsgemeinschaft Calle/Wallen e.V. begutachtet die Sandsteinfigur in Eigenregie. Sie schaut auf äußerlich sichtbare Veränderungen wie Moosbewuchs, Grünbelag, Risse oder Beschädigungen an dem Baudenkmal, so die Stadt Meschede. Bei Veränderungen informiert sie das Denkmalamt der Stadt. Notwendige Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen übernimmt die Stadt.
Die Caller Statue wurde im Mai 1981 restauriert. Seitdem steht sie wieder in
Originalfarben an der Kreuzung in Calle – auf der Brücke, an der der Kelbkebach und der Schürenbach zusammenfließen und so den Caller Bach bilden. Zwei Engel flankieren das Standbild in Calle. Sie tragen die Symbole des hl. Nepomuk – ein Engel trägt die Zunge, der andere hat die Hand vor dem Mund.
Die Statue ist vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Johannes von Nepomuk wurde erst 1729 heiliggesprochen. 1751 wurde eine Reliquie des Heiligen in die Mescheder St.-Walburga-Kirche überführt. Damals entstand auch die Sandsteinfigur des Heiligen an der Ruhrbrücke, so die Stadt.
Der Brückenheilige
Der hl. Johannes von Nepomuk wird als sogenannter „Brückenheiliger“ verehrt. Hintergrund ist, dass er sich als Prager Domkapitular weigerte, das Beichtgeheimnis zu brechen – daraufhin ließ ihm der König die Zunge abtrennen. Danach wurde er von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen.
Neue Mitglieder erwünscht
Der Verein Heimat- und Ortsgemeinschaft Calle/Wallen ist offen für alle, heißt es. Er hat sich zum Beispiel um die Gestaltung von zwei neuen Dorfplätzen gekümmert. Derzeit hat der Verein 84 Mitglieder – weitere sind jederzeit willkommen, um die Aktiven bei der ehrenamtlichen Arbeit in den Orten zu unterstützen, so der Vorstand.
Weitere Patenschaft
Auch der Gedenkstein am Mescheder Stiftsplatz hat neue Paten: Das Mescheder Friedensforum nimmt sich des Gedenkens an Opfer von Krieg und Gewalt an. Seit Mitte März gilt eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt Meschede. Das Mescheder Friedensforum, dem rund 20 Menschen angehören, wurde vor 2 Jahren gegründet.