
In Marsberg-Bredelar gab es heute einen ABC Alarm in einem Wohnhaus. Verletzt wurde niemand. Eine defekte Gastherme hatte dazu geführt, dass ein Kohlenmonoxid-Melder ausgelöst wurde.
Die Bewohner des Hauses taten das einzig Richtige, so die Marsberger Feuerwehr: Sie verließen das Gebäude und alarmierten die Rettungskräfte. Die Einsatzkräfte konnten mit Messgeräten das Atemgift nachweisen.
Feuerwehrleute erkundeten unter Atemschutz das Gebäude, nahmen Messungen vor und
sicherten die Gastherme. Sie wurde stromlos geschaltet und die Gaszufuhr unterbrochen. Die beiden Hausbewohner wurden vom Notarzt untersucht.
Nach erfolgter Erstmessung wurde das Gebäude belüftet und anschließend erneut gemessen; als nichts mehr festgestellt werden konnte, konnte das Gebäude den Eigentümern wieder übergeben werden, so die Feuerwehr. Die Bewohner konnten in ihr Haus zurückkehren.
Rund eine Stunde waren ca. 30 Einsatzkräfte aus den Löschgruppen Bredelar, Beringhausen, Padberg und Giershagen im Einsatz.
Die Feuerwehr Marsberg warnt:
"Kohlenmonoxid ist ein hoch gefährliches Atemgift, das bei einer unvollständigen Verbrennung entsteht. Es tritt auch oft bei defekten Gasthermen aus. Es ist bereits in sehr geringen Konzentrationen in der Umgebungsluft tödlich. Es ist brennbar und annähernd genauso schwer wie die Atemluft, weshalb es sich gleichmäßig in geschlossenen Räumen verbreiten kann. Im Körper schädigt es die roten Blutkörperchen, so dass diese kein Sauerstoff mehr binden können. Im Falle einer akuten Kohlenmonoxid-Vergiftung müssen die Patienten umgehend in eine Spezialklinik gebracht werden, wo sie intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Daher sind Kohlenmonoxid-Warner eine sinnvolle und wichtige Anschaffung
bei Gasheizungen und können Leben retten.
Sollten in einem Wohngebäude Kohlenmonoxid- oder Rauchmelder auslösen, sollte daher das Gebäude unbedingt verlassen werden, da das Gas auch bei unentdeckten Schwelbränden auftritt."