Corona kostet HSK Millionen

Kreistag tagt heute in der Olsberger Konzerthalle.

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Wir im HSK sind insgesamt gut durch die Corona-Pandemie gekommen, diese Einschätzung hat Landrat Schneider in der Kreistagssitzung abgegeben, die aktuell läuft. Die Folgen der Coronakrise werden uns aber noch lange begleiten. Wir haben noch große Probleme vor uns, so Schneider. Der Staat könne nicht alles regeln. Der Landrat befürchtet, daß aus Kurzarbeit leicht Arbeitslosigkeit werden kann. Bis der Arbeitsmarkt wieder normal läuft, werde noch lange Zeit vergehen.


Die Coronakrise wird den Hochsauerlandkreis in diesem Jahr geschätzt über 4 Millionen Euro kosten. Das hatte Landrat Schneider vor der Kreistagssitzung heute angekündigt. So fehlt zum Beispiel Geld, weil Eltern in den vergangenen Monaten keine Kindergartenbeiträge zahlen mussten. Das gesamte Ausmaß sei noch nicht absehbar, hieß es. Der Millionenbetrag kann aber über maximal 50 Jahre in Raten abgestottert werden.


 

Masken und Handschuhe reißen ein weiteres Loch

Der Hochsauerlandkreis will vorsorglich für rund 1,5 Millionen Euro Corona-Schutzausrüstungen anschaffen. Die Aufträge für Schutzmasken, Handschuhe und Schutzkittel sind bereits vergeben. Die Materialien sollen dann an Feuerwehr, Gesundheitsamt oder Pflegeeinrichtungen ohne Gewinn weiterverkauft werden. Der Kreistag tagt heute zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise und trifft sich in der Olsberger Konzerthalle, um den notwendigen Mindest-Abstand einhalten zu können.

 

 

HSK erweitert Notfall-Pandemieplan

Neue Pläne gibt es für das Winterberger Kurheim „Haus Fernblick. Im Fall einer neuen Pandemie will der Kreis das Haus als Not-Pflegeheim nutzen. In dem zur Zeit geschlossenen Gebäude könnten innerhalb von 2 Tagen 50 Pflegeplätze eingerichtet werden für den Fall, dass Pflegebedürftige nicht mehr in ihrer ursprünglichen Einrichtung betreut werden können. Als Reserve ist noch ein leeres Gebäude in der LWL-Klinik in Marsberg angedacht. Dort könnten 120 Menschen gepflegt werden.

Hilfe bei Altbausanierung

Die klimafreundliche Sanierung von Altbauten im Sauerland soll für Hausbesitzer einfacher werden. Der Kreistag hat beschlossen, am Projekt „Alt-Bau-Neu“ des Landes NRW teilzunehmen. Kern ist ein Onlineportal, wo heimische Energieberater, Handwerker oder Architekten gelistet sind. Außerdem wird es im Rahmen des Projekts auf den Internetseiten der Kommunen Infomaterial zur Altbausanierung geben.

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