
Bundeskanzler Friedrich Merz hat heute Marsberg besucht. Am Carolus-Magnus-Gymnasium ging es um den EU-Projekttag. Schüler haben dem Bundekanzler z.B. erklärt, dass sie Europa als Schulfach haben. Es ging auch um die Partnerstädte der Schule. Den EU-Projekttag gibt es seit 2007. Organisiert wird er gemeinsam vom Bund und den Ländern. Im Mittelpunkt steht dabei, dass Schülerinnen und Schüler z.B. mit Politikern und Politikerinnen und mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der EU-Institutionen zum Thema Europa ins Gespräch kommen.
Bundeskanzler beantwortet Fragen in Marsberg
Bei einer Podiumsdiskussion stellte Merz sich auch den Fragen der Schüler. Dabei ging es zum Beispiel darum, ob ein Verbrenner-Aus für ihn Sinn mache, wie er zum Angriff der USA auf den Iran stehe oder warum Frauen bei derselben Arbeit teils weniger Geld bekommen würden. Merz sagte u.a., dass er einen EU-Beitritt der Ukraine begrüßen würde, wenn alle Voraussetzungen erfüllt seien. Außerdem erklärte er, warum eine Zusammenarbeit mit der AfD für ihn nicht infrage käme. Die Partei lehne den Europagedanken ab. Auf die Frage zum Krieg der USA gegen Iran sagte Merz: "Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie. Und das Problem bei solchen Konflikten ist ja immer: Da muss man nicht nur rein. Da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft gegen Afghanistan gesehen. 20 Jahre lang." Wenn Trump ihn vorher um Rat gefragt hätte, hätte er ihm dringend von diesem Angriff abgeraten.
Zum Schluss lobte Merz die Arbeit des Marsberger Gymnasiums rund um Europa.


