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Zu sehen ist ein Trainings-Defibrillator, den die Schmallenberger First-Responder-Gruppe zum Üben benutzt.
© Radio Sauerland
Zu sehen ist ein Trainings-Defibrillator, den die Schmallenberger First-Responder-Gruppe zum Üben benutzt.
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Brilon: Tag der Reanimation

In Brilon soll für schnelle Hilfe beim Herzstillstand sensibilisiert werden. Heute gibt es kostenlose Schulungen.

Veröffentlicht: Dienstag, 15.10.2024 22:00

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Bei einem Herzstilland kann schnelles Handeln Leben retten. Die Stadt Brilon will Menschen für lebensrettende Maßnahmen sensibilisieren. Deshalb werden am Tag der Reanimation heute in Brilon kostenlose Schulungen für Laienretter angeboten. Die Teilnehmer lernen am Medizinischen Versorgungszentrum in Brilon im 15-Minuten-Takt, was im Notfall zu tun ist.

"Mit diesen Schulungen möchten wir das Wissen und die Fähigkeiten zur Reanimation in unserer Stadt fördern und somit Leben retten“, sagt Brilons Bürgermeister Bartsch. Die meisten Fälle von plötzlichem Herzstillstand passieren zuhause oder im Freundeskreis. Doch nur wenige wissen, was zu tun ist, so Experten.

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Jährlich rund 60 000 Tote

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In Deutschland erleiden jährlich 65.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand, rund 60.000 Betroffene sterben daran. Der plötzliche Herztod komme meist nicht ganz so überraschend, wie viele denken, so Experten. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen kündige er sich Tage oder Wochen vorher mit Symptomen wie Brustschmerzen oder Atemnot an. Für die Hinterbliebenen ist der plötzliche Herztod ein dramatisches Ereignis. Fast immer ist Kammerflimmern die Ursache.

Technische Geräte wie Defibrillatoren und die Laienreanimation sind ein wichtiger Beitrag dazu, dass immer mehr Menschen überleben. Weitere Informationen gibt es z.B. hier

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Reanimation

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Unter Reanimation versteht man Maßnahmen zur Wiederbelebung bei Atem- und Herz-Kreislaufstillstand.

Eine Reanimation sollte dann erfolgen, wenn lebenswichtige Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden z. B. bei Herzstillstand oder bei zu geringer Pumpleistung des Herzens. Eine Herzdruckmassage mit ausreichend kräftigem Druck auf den Brustkorb des Betroffenen kann lebensrettend sein.

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Defibrillatoren können Leben retten

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Im Notfall kann ein Defibrillator Leben retten. Die Stiftung der Sparkasse Arnsberg-Sundern stattet immer wieder gemeinsam mit der Björn-Steiger-Stiftung Vereine mit sogenannten Laien-Defibrillatoren aus. Bei einem plötzlichen Herzstillstand z.B. beim Sport soll das Gerät Leben retten. Wenn Ersthelfer sofort lebensrettende Maßnahmen einleiten und ein AED-Gerät möglichst innerhalb der ersten drei Minuten zum Einsatz kommt, gibt es laut Studien realistische Überlebenschancen.

Seit 2 Jahren haben beispielsweise der TC Neheim-Hüsten, der Surfclub Hachen-Sorpesee, das Freibad Storchennest Arnsberg, der Skiclub Hagen Wildewiese, der SV Herdringen, der TV Arnsberg, der TuS Hachen, der TuS Bruchhausen, der SC Neheim, der TuS Rumbeck und die Tennisabteilung des TuS Müschede Defibrillatoren. Auch am Stadion Große Wiese in Hüsten gibt es ein AED-Gerät.

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Die Initiative „Herzsicher“ der Björn-Steiger-Stiftung

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Der Kampf gegen den Herztod ist schon lange ein Kernthema der Björn Steiger Stiftung, die sich seit mehr als 50 Jahren bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt. Seit der Zulassung von AED-Geräten in Deutschland im Jahr 2001 hat die Stiftung zig tausend Defibrillatoren mit stiftungseigenen Projekten in Umlauf gebracht. Sie betreut außerdem Geräte, die von anderen Organisationen übernommen wurden. Seit 2013 stattet die Stiftung im Rahmen der besonderen Initiative „Herzsicher“ ganze Landkreise, Städte und Gemeinden mit Laien-Defibrillatoren aus und schult die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Geplant ist die flächendeckende Umsetzung im gesamten Bundesgebiet mit dem Ziel, je 1.000 Einwohner mindestens ein AED-Gerät öffentlich verfügbar zu machen.

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AED-Gerät (Automatisierte Externer Defibrillator, kurz: AED)

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Ein AED-Gerät bringt mithilfe von Stromimpulsen und in Kombination mit einer Herzdruckmassage ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus. Die kleinen tragbaren Geräte sind ohne Gefahr von Laien bedienbar. Im Ernstfall kann sie jeder ohne medizinische Vorkenntnisse bedienen und sofort Leben retten. Das AED-Gerät leitet den Helfer akustisch unmissverständlich Schritt für Schritt an. Es prüft selbständig, ob der Einsatz überhaupt notwendig ist und mit welcher Intensität die Stromstöße zur Reanimation abzugeben sind. Der Einsatz eines Laien-Defibrillators ist sowohl für den Helfer als auch den Betroffenen ohne Risiko.

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