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Waldbrand im Hohen Venn
© Alexander Franz/dpa
Hunderte von Feuerwehrleuten sind an der Eindämmung des Brands im Naturschutzgebiet Hohes Venn beteilgt.
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Brand im Hohen Venn soll eingedämmt werden

Das Feuer in Belgien ist immer noch nicht unter Kontrolle. Deshalb gibt es auch noch keine Rückkehr-Perspektive für die evakuierten Bürger aus dem benachbarten Monschau. Es gibt aber einen Lichtblick.

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Waldbrände

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Monschau (dpa) - In Belgien hoffen die Einsatzkräfte auf eine Eindämmung des seit Tagen wütenden Feuers im Naturschutzgebiet Hohes Venn. «Ziel ist, die Brände zurückzudrängen und die Bereiche, die wir bis jetzt gerettet haben, weiterhin feuerfrei zu halten», sagte Tobias Schell, Feuerwehrsprecher in der Nachbarstadt Monschau, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Lichtblick sei der Regen, der auch für Mittwoch angesagt sei. «Das spielt uns auf jeden Fall in die Karten.» 

Die nordöstliche Flanke des Feuers ist der kritische Punkt

Die Lage sei aber noch nicht unter Kontrolle. Das größte Problem sei die nordöstliche Flanke des Feuers, die besonders schwer erreichbar sei. «Das ist unser kritischer Punkt», sagte Schell. Diese Brandlinie sei 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. «Solange wir da noch keine deutliche Entspannung sehen, wird die Evakuierung auch noch nicht aufgehoben», sagte er mit Blick auf die etwa 30 Bürgerinnen und Bürger aus Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend ihre Häuser hatten verlassen müssen. Es gebe dazu anderslautende Gerüchte im Internet, aber die seien falsch, betonte Schell. 

Am Dienstag war die Brandbekämpfung durch Rauchentwicklung behindert worden. Löschhubschrauber konnten deshalb nicht aufsteigen. «Es gab einen Erkundungsflug, der ist aber ziemlich zeitnah abgebrochen worden, weil es einfach keinen Sinn machte», so Schell. Der Brandgeruch war am Dienstag noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung in Nordrhein-Westfalen wahrnehmbar gewesen. Am Abend meldete die Feuerwehr Köln allerdings, dass die «Geruchslage» nicht mehr bestehe. Wie sich der Rauch am Mittwoch entwickle, könne man noch nicht absehen, sagte Schell.

Im Hohen Venn sind 3.000 Hektar Naturgebiet in Flammen aufgegangen. Seit Anfang der Woche unterstützt Nordrhein-Westfalen die belgischen Einsatzkräfte auch mit einem seiner beiden «Fire Fighter» – einer Art Mischung zwischen Forstfahrzeug und Löschpanzer. Diese geländegängigen Fahrzeuge könnten auch dort eingesetzt werden, wo herkömmliche Feuerwehrautos an ihre Grenzen kämen, teilte das NRW-Landwirtschaftsministerium mit. Pro Stunde könnten sie rund 30.000 Liter Wasser ausbringen. Gerade im schwer zugänglichen Moorgebiet des Hohen Venn seien sie eine wichtige Unterstützung.

WWF: Natur im Hohen Venn braucht Jahrzehnte zur Erholung

Die Umweltorganisation WWF sieht einen enormen ökologischen Schaden durch das Feuer. «Es wird Jahrzehnte dauern, bis die Natur sich erholt hat», sagte Corentin Rousseau vom WWF Belgien der belgischen Zeitung «Het Laatste Nieuws». «Durch die große Menge Asche ist das Gleichgewicht im Boden gestört.» 

Auch ein Wiederansiedlungsprojekt für seltene Auerhühner ist nach Einschätzung von Fachleuten akut gefährdet, wenn nicht gescheitert. 35 der Tiere waren im Frühjahr im Hohen Venn ausgesetzt worden, wie die Zeitung «De Standaard» berichtete. Der Biologe Tobias Ceulemans von der Universität Antwerpen sagte, er rechne nicht damit, dass die Kolonie überlebe: «Ihr Lebensraum lag mitten in dem 3.000 Hektar-Gebiet, das im Hohen Venn in Flammen aufgegangen ist.» 

Lage im Hürtgenwald entspannt sich weiter

Der Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel ist dagegen unter Kontrolle. Einsatzkräfte kämpfen dort aber noch gegen Glutnester. «Was hier im Hürtgenwald und in Monschau unter schwierigsten Bedingungen geleistet wird, verdient höchsten Respekt», sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) am Dienstag bei einem Besuch. «Die aktuellen Waldbrände führen uns mit aller Deutlichkeit vor Augen, wie verletzlich unsere Wälder angesichts von Hitze, Trockenheit, Stürmen und Schädlingen sind. Die Schäden sind immens und werden uns noch lange beschäftigen.»

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© dpa-infocom, dpa:260819-930-549804/1
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