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Andrea Pirlo
© Claudio Benedetto/LPS via ZUMA Wire/dpa
Der Weltmeister von 2006 soll Italiens Nationalmannschaft zu alter Größe führen. (Archivbild)
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Berichte: Pirlo wird Nationaltrainer in Italien

Nach der Absage von Wunschkandidat Pep Guardiola soll es nun wohl ein Weltmeister von 2006 richten. Der legendäre Spielmacher Pirlo soll die kriselnde Squadra Azzurra zurück zu alter Größe führen.

Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 17:34

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Fußball

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Rom (dpa) - Der frühere Fußball-Weltmeister Andrea Pirlo wird nach Medienberichten neuer Nationaltrainer in Italien. Der 47-Jährige werde die Nachfolge seines einstigen Mitspielers Gennaro Gattuso antreten, der nach der erneut verpassten WM-Qualifikation zurücktreten musste, berichtete unter anderem die Sportzeitung «La Gazzetta dello Sport». Nach der Absage von Wunschkandidat Pep Guardiola seien sich Pirlo und der Fußballverband FIGC schnell handelseinig geworden. Offiziell gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Der 116-fache Nationalspieler - einer der wichtigsten Leistungsträger beim Titelgewinn der Italiener 2006 in Deutschland - soll den Berichten zufolge einen Vier-Jahres-Vertrag mit dem Ziel WM 2030 bekommen. Die Zeitung «La Repubblica» berichtete von einem Jahresgehalt über 1,5 Millionen Euro plus Erfolgsprämien. Derzeit steht Pirlo noch beim United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Vertrag. Der viermalige Weltmeister Italien hatte zuletzt dreimal hintereinander die WM verpasst.

Als Vereinstrainer mit mäßigem Erfolg

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere mit Stationen bei den beiden Mailänder Vereinen Inter und AC sowie bei Juventus Turin arbeitete Pirlo als Trainer unter anderem bei Juve und bei Sampdoria Genua, wenn auch mit mäßigem Erfolg. In den vergangenen Tagen hatte es bereits mehrere Gespräche mit Italiens Verbandschef Giovanni Malagò und den neuen Technischen Direktor Paolo Maldini gegeben. Die formelle Unterschrift unter den Vertrag steht noch aus.

Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass Wunschkandidat Guardiola den Italienern abgesagt hatte. Der Spanier, der mit dem FC Barcelona, Bayern München und Manchester City auf Vereinsebene viele Titel sammelte, informierte den Verband darüber, dass er nicht zur Verfügung stehe. Die «Gazzetta» zitierte den 55 Jahre alten Spanier mit den Worten: «Danke, ich fühle mich geehrt. Aber im Moment traue ich mir das nicht zu.»

Guardiola gilt aktuell als einer der international meist umworbenen Trainer. Der Katalane hatte zwischen 2013 und 2016 für den FC Bayern München und seither für Manchester City gearbeitete. Mit dem FC Barcelona (2009, 2011) und Manchester (2023) gewann er dreimal die Champions League. Darüber hinaus wurde er mit diesen beiden Vereinen sowie dem FC Bayern zwölfmal nationaler Meister. Jetzt macht er gerade eine Pause.

In Deutschland als Passgeber im Halbfinale 2006 in Erinnerung

Pirlo stand beim WM-Triumph 2006 in Deutschland als Spielmacher auf dem Feld - damals zusammen mit seinem jetzigen Vorgänger Gattuso. Vielen Deutschen ist er aus dem Halbfinale der Heim-WM als Passgeber für das 1:0 von Fabio Grosso kurz vor Ende der Verlängerung in Erinnerung. Italien gewann das Halbfinale gegen die Gastgeber schließlich mit 2:0. 

Als weiterer Kandidat auf den Chefposten des italienischen Fußballs war Roberto Mancini im Gespräch, der bereits von 2018 bis 2023 Coach der Squadra Azzurra war. 2021 führte er sie zur Europameisterschaft. Allerdings leidet Mancinis Ruf bis heute darunter, dass er sich 2023 nach Saudi-Arabien verabschiedete.

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© dpa-infocom, dpa:260724-930-431727/3
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