
Baumfällarbeiten im Arnsberg sorgen für Sperrungen
Der Klimawandel macht auch vor Arnsberg nicht Halt. Hitze und Trockenheit setzen den Stadtbäumen immer mehr zu. Da einige Bäume mittlerweile ein Sicherheitsrisiko darstellen, müssen diese jetzt gefällt werden.
Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 04:17
Viele Arten, die früher problemlos wuchsen, leiden heute unter Wassermangel, starker Sonneneinstrahlung und veränderten Regenfällen. Die Folge: Die Bäume werden schwächer, anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall. Deshalb laufen ab heute drei größere Baumfällungen im Stadtgebiet. Die wichtigste und aufwendigste Fällung betrifft den Steilhang zwischen der Schlossruine und der Grimmestraße in Alt-Arnsberg. Dort stehen viele schwer geschädigte Bäume. Diese sind teils vom Pilz befallen, teils ausgetrocknet. Sie drohen bei Sturm oder sogar ohne Vorwarnung umzustürzen. Gefährdet wären nicht nur der Fußweg von der Schlossstraße zur Grimmestraße und weiter zur Ruhrstraße, sondern auch die Grimmestraße selbst, so die Stadt. Nach Ortsterminen und Gesprächen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz sowie der unteren Landschaftsbehörde des Hochsauerlandkreises steht fest: Die Fällung ist unumgänglich, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Arbeiten sind eine Herausforderung. Der Steilhang ist für Maschinen unzugänglich, zudem liegt er in einem geschützten Biotop. Der junge Baumbestand soll erhalten bleiben. Insgesamt müssen vierzig Bäume entfernt werden. Ein 70-Meter-Kran hebt sie aus dem Hang, legt sie auf der Grimmestraße ab, wo sie zerkleinert und abtransportiert werden. Diese aufwendige Methode ist die umweltschonendste und sicherste Lösung, heißt es von der Stadt.
Die Fällungen finden am letzten Februarwochenende statt. Um den Kran aufzustellen, wird die Grimmestraße von Mittwoch bis Sonntag für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt. Die Umleitung führt über die Wannestraße. Das Wohngebiet Schreppenberg bleibt erreichbar. Der Fußweg von der Schlossstraße zur Grimmestraße ist während der Arbeiten nicht nutzbar.
Robinie an der Klosterstraße
Die zweite Maßnahme betrifft eine markante Robinie an der Klosterstraße, Ecke Fußweg zur Promenade. Baumkontrolleure der Stadt haben starke Schäden an der Rinde im unteren Stammbereich festgestellt. Bereits im Vorjahr musste ein großer Ast wegen Schäden entfernt werden. Weil der Baum mit 18 Metern Höhe und 201 Zentimetern Stammumfang ortsbildprägend ist, wurde ein externer Gutachter hinzugezogen. Sein Urteil: Der Stammfuß ist großflächig verfault, die Restwandstärke beträgt teils weniger als zehn Zentimeter. Der Baum steht nur noch auf zwei gesunden Seiten, ein Bruch in Richtung Straße sei wahrscheinlich. Der Gutachter empfiehlt, die Robinie noch vor dem Blattaustrieb zu fällen. Die Arbeiten beginnen ebenfalls heute.
Zwei Eschen in Neheim
Auch in der Triftstraße in Neheim müssen zwei große Eschen gefällt werden. Sie sind bis zu 34 Meter hoch und haben einen Stammumfang von 300 Zentimetern. Baumkontrolleure entdeckten Pilzbefall am Stammfuß. Ein externer Gutachter bestätigte: Der Lackporling-Pilz hat an mehreren Stellen Weißfäule verursacht. Die Stand- und Bruchsicherheit ist nicht mehr gegeben. Auch hier lautet die Empfehlung: Fällung vor dem Blattaustrieb. Die Arbeiten starten heute. Als Ersatz werden Esskastanien gepflanzt, sie werden die Wirkung der alten Bäume aber erst in Jahrzehnten erreichen.