
In den Sauerländer Wäldern gibt es in diesem Jahr eine besonders starke Blütenbildung bei vielen Baumarten. Nach Beobachtungen des Landesbetriebs Wald und Holz NRW blühen vor allem Rotbuchen, Bergahorn und Vogelkirschen überdurchschnittlich gut. Auch Nadelbäume wie Fichte, Kiefer und Douglasie zeigen sich sehr blühfreudig. Lediglich die heimischen Eichenarten fallen in diesem Jahr schwächer aus, da sie in den vergangenen zwei Jahren bereits intensiv geblüht haben.
Viele Samen wichtig für stabile Wälder
Für die Forstleute sind das sehr gute Nachrichten. Eine starke Blüte ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ernte im weiteren Jahresverlauf. Wenn sich aus den Blüten nun viele Früchte entwickeln, kann hochwertiges forstliches Saatgut gewonnen werden. Das ist wichtig, um auch in Zukunft stabile und klimarobuste Wälder in der Region aufbauen zu können.
Gute Wetterbedingungen dieses Jahr
Neben der reinen Blühintensität ist vor allem das Wetter für die Samenentwicklung entscheidend. Laut den Fachleuten aus dem Zentrum für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg gab es in diesem Jahr kaum schädliche Spätfröste. Auch der Niederschlag war bisher meist ausgeglichen, sodass die Früchte an den Bäumen nun ungestört heranwachsen können. Lediglich regionale Unwetter bergen noch ein gewisses Risiko.
„Die Kombination aus einer überwiegend guten Blüte und in vielen Fällen günstigen Witterungsbedingungen lässt auf eine erfolgreiche Fruchtentwicklung vieler Baumarten und eine gute Saatguterntesaison hoffen“, erläutert Thomas Wälter, Leiter des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft in Arnsberg. „Insbesondere für die Gewinnung von hochwertigem forstlichem Vermehrungsgut sind dies vielversprechende Voraussetzungen.“