
Schneller mehr Wohnungen bauen - dieser Gedanke steckt hinter dem Bundesgesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung. Es ist am 30. Oktober vergangenen Jahres in Kraft getreten. Die Städte und Gemeinden im Sauerland müssen jetzt prüfen, wie sich das Gesetz in der Praxis umsetzen lässt. Bei der Gemeindeverwaltung Bestwig liegt jetzt ein Bauantrag auf die Anwendung des Bau-Turbos auf dem Tisch. Heute beschäftigt sich der Gemeindeentwicklungsausschuss damit. Es geht um den Ausbau eines vorhandenen Wohnhauses in Ramsbeck. Auch ein größeres Neubauprojekt könnte mit der Anwendung des neuen Gesetzes schneller umgesetzt werden. Die Gemeinde Bestwig stellt heute einen entsprechenden Kriterienkatalog vor. Darüber entscheidet Ende März der Rat.
Grundsätzlich sollte bei der Anwendung des Bau-Turbos das Ziel sein, klare Zuständigkeiten und Entscheidungsschritte herbeizuführen, Transparenz und Rechtssicherheit zu wahren und eine nachhaltige Umsetzung zu gewährleisten, so die Bestwiger Gemeindeverwaltung. Der Bau-Turbo könne seine beabsichtigte Wirkung nur dann entfalten, wenn Entscheidungsprozesse so schlank wie möglich gehalten werden.
Öffentliche Info- und Diskussionsveranstaltung zum Bau-Turbo der SPD-Südwestfalen
Auch bei der Südwestfälischen SPD ist der Bau-Turbo Thema. Sie lädt in der kommenden Woche zu einer digitalen Infoveranstaltung mit Diskussion ein:"Wie können wir den Wohnungsbau schneller voranbringen und Kommunen mehr Handlungsspielraum geben?" Eingeladen sind neben Parteimitgliedern ausdrücklich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, kommunale Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Baupraxis. Als fachkundige Gäste berichten Hendrik Bollmann und Philipp Rottwilm, beide Mitglieder des Ausschusses für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen des Deutschen Bundestages, ausführlich über die geplanten Maßnahmen. Sie stellen die zentralen Inhalte des Bau-Turbos vor und stehen im Anschluss für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen unter anderem folgende Fragen: Welche konkreten Änderungen bringt der Bau-Turbo? Wie können Städte und Gemeinden die neuen Instrumente rechtssicher und effektiv nutzen? Wo liegen die Chancen für mehr bezahlbaren Wohnraum? Welche Erfahrungen und Erwartungen gibt es aus der kommunalen Praxis? Ziel ist es, die bundespolitischen Vorhaben mit den praktischen Herausforderungen vor Ort zu verknüpfen und in einen offenen Austausch zu treten.
Die digitale Veranstaltung findet am Freitag, 13. März 2026 um 10 Uhr statt. Eine Anmeldung ist bis zum 9. März 2026 per E-Mail an dirk.wiese.wk@bundestag.de möglich. Die Zugangsdaten werden nach Ablauf der Anmeldefrist versendet.