
Für die Energiewende werden Stromspeicher immer wichtiger. Sie können überschüssigen Strom aufnehmen und flexibel wieder in das Stromnetz einspeisen. In Arnsberg betreibt die Firma Kyon Energy bereits einen Batterie-Großspeicher. In Brilon Nehden baut sie aktuell einen weiteren. Er wird wesentlich größer als der in Arnsberg und soll im Sommer nächsten Jahres angeschlossen werden.
Energie zeitlich verschieben als Ziel
Das Areal auf dem der Stromspeicher gebaut wird, hat die Größe von fast 4 Fußballfeldern. Seine Leistung wird bei 103 Megawatt liegen. Zum Vergleich: die Anlage in Arnsberg hat 8 Megawatt und eine Speicherkapazität von 17,6 MWh. Theoretisch könnten mit der Anlage in Nehden 480 000 Haushalte 2 Stunden lang mit Strom versorgt werden. Batteriegroßspeicher können überschüssigen Strom aus regenerativen Energien speichern, wenn zu viel Angebot da ist. Kyon erwirbt den Überschuss günstig und gibt ihn später bei Bedarf wieder ab. Damit wird Energie zeitlich verschoben, so das Unternehmen. Dadurch werde die Energiewende vorangetrieben und eine größere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen oder Atomkraft erreicht.