
Es ist die größte Investition der Stadt Brilon überhaupt: Für rund 45 Millionen Euro wird das Schulzentrum an der Jakobuslinde saniert und in Teilen neu gebaut. Seit Sommer ist klar: Der Zeitplan für die Fertigstellung des Schulzentrums ist nicht zu halten. Die Briloner Bürger-Liste hat beantragt, dass der Rat in seiner heutigen Sitzung u.a. über die Gründe der Bauverzögerungen informiert wird. Im Gegensatz zu anderen Bauprojekten, bei denen die Kosten wesentlich höhrer ausfallen als geplant, spricht die Stadt Brilon bisher nicht von höheren Kosten.
Fertigstellung des Schulzentrums dauert ein Jahr länger
Vor zwei Jahren haben die Bauarbeiten am Schulzentrum begonnen. Bauende sollte inklusive der Außenanlagen eigentlich im November 2028 sein, so die Stadt Brilon. Jetzt ist 2029 als Bauende genannt worden, ohne konkreter zu werden. Die Stadt sagt, dass die Gründe für die Verzögerung vielschichtig sind. Neben ungünstigen Witterungsverhältnissen für Rohbauarbeiten zu Beginn des Jahres führen u.a. mangelhafte Leistungen von Unternehmen zu Verzögerungen, heißt es. Zum Teil mussten Bauteile zurück gebaut oder aufwändig ertüchtigt und nachgebessert werden. Auch Unvorhergesehenes im Zuge der Schadstoffsanierungsarbeiten führte zu Mehraufwand und damit zu längeren Bauzeiten. Von den Bestandsbauunterlagen abweichende Ausführungen erfordern zum Teil Umplanungen und geänderte Ausführungen. Auch dadurch kann es zu einer längeren Bauzeit kommen. Firmen seien bei Verzögerungen im Bauablauf nicht sofort nach Abstellen der behindernden Umstände in der Lage Kapazitäten für das Briloner Bauvorhaben bereitzustellen.
Schüler und Lehrkräfte am Schulzentrum müssen seit Baubeginn der Bauarbeiten mit Einschränkungen leben. Das Raumangebot ist durch die Bautätigkeit kleiner. Zum Teil findet der Fachunterricht, wie z. B. an der Heinrich-Lübke- Schule, am Standort Steinweg statt.