
Jahrelang waren die beiden Bushaltestellen für Fahrgäste mit Rollator, Kinderwagen oder auch Sehbehinderung ein Hindernis, nun wird gehandelt. Die Stadt Winterberg baut die Stationen "Kirche" in Altastenberg und "Le-Touquet-Straße" in Winterberg grundlegend um. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, beginnen die eigentlichen Bauarbeiten dafür Ende September. Die alten Wartehäuschen waren bereits so marode und nicht mehr verkehrssicher, dass sie im Vorfeld abgerissen werden mussten.
300.000 Euro Kosten – Großteil aus Fördermitteln
Der Umbau bedeutet für alle Fahrgäste vor Ort künftig deutlich mehr Sicherheit und Komfort. Beide Haltestellen erhalten unter anderem neue Buswartehallen. Laut Bürgermeister Michael Beckmann ist der Umbau ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt attraktiver und zugänglicher zu machen. Finanziert wird das 300.000 Euro teure Vorhaben zu 90 Prozent über Fördermittel des Nahverkehr-Westfalen-Lippe.
Vorbereitungen für Ausbau laufen
Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Zuletzt hat der städtische Bauhof auch das Häuschen an der Le-Touquet-Straße abgerissen. Die Aufträge für die nun anstehenden Tiefbauarbeiten wurden bereits im Sommer an ein Ingenieurbüro vergeben, sodass es jetzt pünktlich losgehen kann.
Damit die neuen Stationen den aktuellen Anforderungen an einen barrierefreien Nahverkehr entsprechen, gibt es spezielle Umbauten. Dazu gehören der Einbau von sogenannten Sonderborden für einen leichteren Einstieg sowie taktile Boden-Leitelemente, die sehbehinderten Menschen die Orientierung ermöglichen.
Kritische Situationen an betroffenen Bushaltestellen
An beiden Standorten war der Zustand zuletzt kritisch. An der Haltestelle "Le-Touquet-Straße" am Dumel rutschte bereits die Böschung hinter dem Wartehäuschen ab. In Altastenberg an der Station "Kirche" musste der Unterstand aus Sicherheitsgründen sogar schon vor längerer Zeit gesperrt und entfernt werden.