
Für den Bodenaustausch auf hoch mit Blei belasteten Grundstücken in Brilon ist der nächste wichtige Schritt gemacht. Der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung - hat das Projekt heute in seinen Maßnahmenplan aufgenommen. Das teilt der Hochsauerlandkreis mit. Damit übernimmt der Verband 80 Prozent der Kosten und die Gesamtsteuerung des Projekts. Hintergrund sind belastete Böden auf 40 Grundstücken im Briloner Stadtgebiet.
Schutz vor Bleibelastung
Nach Angaben des Hochsauerlandkreises soll der Bodenaustausch vor allem die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen der Bleibelastung schützen. Besonders Kinder sollen so besser vor einer Aufnahme des Schwermetalls bewahrt werden. Landrat Thomas Grosche spricht von einem wichtigen Signal für die Bürgerinnen und Bürger in Brilon. Das Projekt könne nun gemeinsam mit dem AAV, der Stadt Brilon, dem Land Nordrhein-Westfalen und den Betroffenen angegangen werden, ohne die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer finanziell zu stark zu belasten.
Hintergrund sind geogen- und bergbaubedingte Belastungen mit Blei in Teilen des Briloner Stadtgebiets. Grundlage für das weitere Vorgehen sind umfangreiche Bodenuntersuchungen sowie fachliche und toxikologische Bewertungen. Ab einer Bleibelastung von 1.500 Milligramm pro Kilogramm Boden werden Schutzmaßnahmen empfohlen. Bei deutlich höheren Werten ist ein Bodenaustausch vorgesehen.
Der AAV koordiniert nach dem Beschluss die Vorbereitung und spätere Umsetzung der Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem Vereinbarungen, Ausschreibungen, Vergaben und die Durchführung der Arbeiten. Die restlichen 20 Prozent der Kosten tragen der Hochsauerlandkreis und die Stadt Brilon.
Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest. Zunächst müssen laut AAV ein öffentlich-rechtlicher Vertrag geschlossen und weitere organisatorische und fachliche Vorbereitungen getroffen werden. Rund 40 Grundstücke in Brilon sind von dem Bodenaustausch betroffen.