
In Nordrhein-Westfalen wächst die Solarenergie weiter, doch der Schwung lässt nach. Zwar wurden 2025 erneut über 2.000 Megawatt Leistung installiert, das sind rund 173.000 neue Anlagen. Trotzdem ging der Zubau im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent zurück. Diese Bilanz hat der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) gezogen. Hauptgrund: Immer weniger private Dachanlagen werden gebaut – hier gab es ein Minus von fast 30 Prozent. Das Plus bei großen Freiflächenanlagen kann diesen Rückgang nicht ausgleichen.
Der Hochsauerlankreis landet beim Ausbau der Solarenergie auf Platz 24 aller Kreise in NRW. 3.637 neue Anlagen sind 2025 entstanden. Von den 396 Städten und Gemeinden in NRW landet Arnsberg auf Platz 60(887 neue Anlagen), Meschede auf Platz 78(434 neue Anlagen). In Arnsberg soll jetzt eine große Freiflächenanlage an der Autobahn bei Uentrop ans Netz gehen. Der Solarpark kann rund 1.200 Haushalte mit sauberem Strom versorgen.
Der LEE kritisiert, dass viele Netzbetreiber Anschlüsse für Batteriespeicher verzögern oder ablehnen, obwohl diese helfen könnten, das Stromnetz zu entlasten. Die Landesregierung wird aufgefordert, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Solarenergie bleibe für die Energiewende in NRW unverzichtbar.