
Auf der Landstraße zwischen Eslohe-Wenholthausen und Meschede-Berge ist viel Verkehr. Zumindest die Strecke von Wenholthausen bis zum Esmecke-Stausee sollte für Radfahrer sicherer werden. Deswegen ist der Bau eines Radwegs geplant gewesen. Jetzt sieht es so aus, als würden diese Pläne für den Radweg zwischen Wenholthausen und dem Esmecke-Stausee nicht weiterverfolgt. Der Hauptgrund ist, dass das Projekt im Laufe der Planung immer teurer geworden ist und der Nutzen am Ende nicht mehr im passenden Verhältnis zu den Kosten steht. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt empfiehlt dem Rat, das Projekt Radweg nicht umzusetzen.
Hintergrund
Geplant war zunächst eine Verbindung vom Ortsausgang Wenholthausen bis zur Einmündung „Am Einberg“ und ursprünglich sogar noch weiter in Richtung Gut Blessenohl. Dieser hintere Abschnitt wurde aber schon früh wieder fallen gelassen, weil das Gelände dort sehr schwierig ist. Wegen der Topographie wären aufwendige Bauarbeiten nötig gewesen, was die Kosten stark nach oben getrieben hätte. Schon der verbleibende Abschnitt ist inzwischen so teuer, dass die Gemeinde einen hohen Eigenanteil tragen müsste.
Keine Förderung
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung. Anfangs war die Hoffnung groß, dass der Radweg vollständig gefördert werden könnte. Nach einer erneuten Prüfung wurde aber deutlich, dass das so nicht möglich ist. Der Grund: In unmittelbarer Nähe gibt es mit dem SauerlandRadring bereits eine bestehende Radverbindung auf der ehemaligen Bahntrasse. Dazu kommt die Verbindung über die Wennebrücke bei Blessenohl und den anschließenden Wirtschaftsweg, über die Radfahrer den Esmecke-Stausee schon heute erreichen können. Aus Sicht des Landes würde ein neuer Radweg entlang der L 541 deshalb eine Doppelstruktur schaffen. Das heißt: Es gäbe zwei nahe beieinander liegende Radverbindungen mit ähnlicher Funktion. Genau deshalb wurde die ursprünglich in Aussicht gestellte volle Förderung zurückgenommen.
Zwar gäbe es noch eine andere Fördermöglichkeit über das Bürgerradwegeprogramm, doch auch damit bliebe für die Gemeinde immer noch ein hoher eigener Kostenanteil übrig. Selbst zusätzliche Zuschüsse für schwierige Geländebereiche würden daran wenig ändern. Hinzu kommt noch ein praktisches Problem: Innerhalb von Wenholthausen gibt es bislang keinen durchgehenden Radweg, an den die neue Strecke sinnvoll angeschlossen werden könnte. Auch die gewünschte Verbindung von der Ortsmitte bis zum Sportplatz ist derzeit nicht machbar, weil notwendige Grundstücke nicht verfügbar sind.