Anzeige
ver.di Verdi Gewerkschaft Streik Streiken Arbeitskampf
© shutterstock.com
Teilen:

Auch Sauerländer folgen verdi-Streikaufruf

Heute ist eine große verdi-Kundgebung in Düsseldorf

Veröffentlicht: Montag, 09.02.2026 23:00

Anzeige

Heute ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Rahmen der Tarifrunde der Länder in Nordrhein-Westfalen zu einem ganztägigen landesweiten Warnstreik auf. Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde, die morgen in Potsdam startet, werden tausende Streikende in Düsseldorf erwartet. Auch aus dem Hochsauerlandkreis schließen sich Beschäftigte bei Landesbehörden der landesweiten Kundgebung an, so Verdi. Sie kommen aus dem Landesbetrieb Straßen NRW und aus der Bezirksregierung Arnsberg.

Anzeige

Druck soll erhöht werden

Anzeige

„Die 3. Verhandlungsrunde nähert sich nun rasant, die Arbeitgeber bewegen sich aber zu wenig“, sagt Pamela Strutz, Bezirksgeschäftsführerin ver.di Westfalen. „Nullmonate und 29 Monate Laufzeit stellen sie in Aussicht – und das trotz Personalmangel und anhaltend hohen Miet- und Lebensmittelpreisen. Die Nachwuchskräfte sollen abgespeist werden und die Tarifierung studentischer Hilfskräfte ist für sie ein No-go. Also senden wir den Arbeitgebern erneut ein starkes Signal – vereint auf der Straße in Düsseldorf am 10.Februar.“

ver.di führt die Länder-Tarifrunde als Verhandlungsführerin auch für die DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU. Für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen.

Nachwuchskräfte sollen 200 Euro pro Monat mehr bekommen. Außerdem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten der Länder sowie auf knapp eine Million Versorgungsempfängerinnen und -empfänger. Insgesamt sind damit rund 3,2 Millionen Menschen in Deutschland von dieser Tarifrunde betroffen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige