
An zahlreichen Orten in der Stadt Arnsberg wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die Verlegung von Stolpersteinen durch den Berliner Künstler Gunter Demnig startet um 12 Uhr in Arnsberg-Oeventrop. Am 14. August 2010, hatte Gunter Demnig bereits Stolpersteine in der Stadt verlegt. Es war damals beabsichtigt, weitere folgen zu lassen. In den Folgejahren wurden zahlreiche neue Erkenntnisse über Juden unserer Stadt gewonnen. So ließ sich auch das bis dahin unbekannte Schicksal der 1935 in Arnsberg geborenen Edith Grüneberg aufklären. Sie wurde 1942 im Alter von sieben Jahren deportiert und im Vernichtungslager Maly Trostinez bei Minsk (Belarus) ermordet. Das Arnsberger Stadt- und Landständearchiv unterstützte intensiv die Recherchen einer Arbeitsgruppe (mit Peter Kleine, Reiner Ahlborn und Michael Gosmann). Diese fand kompetente Verstärkung durch Monika Nückel, Alicia Sommer, Karl Georg Wunschansky, Bernd Rahmann, Helmut Melchert, Rupert Schulte, Torsten Kapteiner und Ludwig Hoppe. Dadurch konnten inzwischen die Schicksale von 46 Opfern aus der heutigen Stadt Arnsberg geklärt werden.
Auf Anregung des Heimatbundes Neheim-Hüsten stellten der Arnsberger Heimatbund, der Heimatkreis Freiheit Hüsten sowie der Arbeitskreis Ortsgeschichte Oeventrop am 16. Februar 2025 gemeinsam einen Bürgerantrag zur Bewerbung um die Verlegung neuer Stolpersteine sowie zur Umsetzung weiterer Maßnahmen, die an die Ermordung jüdischer Arnsberger erinnern sollen. Am 27. März 2025 wurde dieser Antrag vom Haupt- und Finanzausschuss des Arnsberger Stadtrates beraten und einstimmig angenommen.
Zeitplan
10.00 - 10.20 Uhr Verlegung Oeventrop, Kirchstr. 41
10.45 - 11.05 Uhr Verlegung Arnsberg, Alter Markt 3
11.30 - 11.50 Uhr Verlegung Hüsten, Adenauerstr. 19
12.00 - 12.20 Uhr Verlegung Neheim, Lange Wende 75