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Arnsberg: Katholischer Träger reduziert Kitaplätze
© RADIO NRW | José Narciandi
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Arnsberg: Katholischer Träger reduziert Kitaplätze

Anfang des Jahres hatte die Stadt angekündigt, künftig 160 Kitaplätze weniger anzubieten. Zwei Einrichtungen sollen jetzt keine neuen Kinder aufnehmen.

Veröffentlicht: Montag, 23.09.2024 22:34

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Die katholische Kita GmbH Hochsauerland-Waldeck hatte im Februar angekündigt, in Arnsberg 160 Kita-Plätze zu streichen. Das hatte bei Eltern und Beschäftigten große Unsicherheit ausgelöst, weil noch nicht klar war, in welchen Einrichtungen die Plätze wegfallen. Das steht jetzt fest. Darüber haben der katholische Träger und die Stadt Arnsberg jetzt informiert.

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Keine unmittelbaren Schließungen

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Konkret sehen die Pläne vor, dass an zwei Standorten der katholischen WIR-KITAs in Arnsberg keine neue Kinder mehr aufgenommen werden: In der Kita Maria Magdalena (Bruchhausen) und der Kita St. Michael (Neheim). Zusätzlich wird die Übergabe der Kita St. Norbertus in Arnsberg an einen anderen Träger beschlossen. Der Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V. hat sich grundsätzlich bereit erklärt, die Trägerschaft der Einrichtung zu übernehmen. Hier stehen nun Detailplanungen an, wie ein Betriebsübergang zum 1. August 2025 erreicht werden kann. Das bedeutet, dass an diesem Standort sich nur der Träger ändert.

Die Stadt Arnsberg will die von der katholischen Kirche beschlossenen Reduzierungen auffangen. In den vergangenen Jahren sind in Arnsberg 500 neue Kita-Plätze entstanden. In Neheim zum Beispiel gebe es ein Überangebot.

Nach Aussage der katholischen WIR-KITAs sollen keine bestehende Betreuungsverträge mit den Eltern und Erziehungsberechtigten aufgekündigt werden. Auch Mitarbeitende sollen nicht gekündigt werden.

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Lösungssuche für Bruchhausen

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„Für die WIR-Kita Maria Magdalena in Bruchhausen werden wir städtischerseits anstreben, auch im Kindergarten 2025/2026 Anmeldungen zu ermöglichen. Für die Folgejahre gilt es, unter Berücksichtigung der Demografie, gute Lösungen zu finden“, so Bürgermeister Ralf Paul Bittner. Hierzu werden nun detaillierte Gespräche zwischen Träger und Jugendamt geführt und die Rahmenbedingungen sowie Gebäudesituation auf allen Seiten intensiv geprüft. Michael Stratmann, Geschäftsführer der WIR-Kitas, ergänzt: „In diesem, aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen, notwendigen Entscheidungsprozess ist es uns wichtig, den Abbau der Betreuungsplätze mit allen Beteiligten eng abzustimmen und befinden uns dazu bereits mit der Stadt Arnsberg im Austausch.“

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Betrieb in Neheim läuft aus

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Die WIR-KITA St. Michael in Neheim wird ab dem 1. August 2025 keine neuen Betreuungsplätze vergeben, so dass in den folgenden Jahren der Betrieb ausläuft. Diese Planung ist entsprechend der schon ausgebauten und überschüssigen Betreuungsplatzkapazitäten im Raum Neheim gut umsetzbar, so dass in Verbindung mit den sinkenden Geburtenzahlen weiterhin eine gut auskömmliche Betreuungssituation gegeben ist.

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Stadt sieht weiter gutes Angebot

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Gesamtstädtisch biete die Arnsberger Betreuungslandschaft durch den Ausbau der letzten fünf Jahre ein gutes Betreuungsplatzangebot, so dass in der intensiven Abstimmung mit der Stadt ein zukunftsfähiges Konzept auch unter Berücksichtigung der Umstrukturierungen erarbeitet werden könne, heißt es von der Stadt. Wie schon in der Vergangenheit wird nicht in jedem Fall das nächstgelegene Betreuungsplatz angeboten werden können, sondern ein Alternativangebot unterbreitet. Dies wird sich mittelfristig durch die künftige demografische Entwicklung weiter deutlich verbessern. „Wir werden in den nächsten Tagen darüber hinaus eine umfassende Konzeption vorstellen, die alle Träger in Arnsberg und die Kindertagespflege mit einbezieht, um entgegen dem Landestrend in NRW weiter eine positive Entwicklung in Arnsberg zu schaffen“, so Bürgermeister Bittner.

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