
Arnsberg ist bei der Intelligent Cities Challenge dabei. Das ist eine Initiative der Europäischen Kommission. Sie will Städte bei der grünen und digitalen Transformation ihrer lokalen Wirtschaft zu unterstützen. Dies geschieht durch partnerschaftliche Vereinbarungen, sogenannte „Local Green Deals“. Ende des Jahres sollen die ersten Arnsberger Unternehmen die Deals unterschreiben. Dadurch kommen sie einfacher an Fördermittel. Heute wird über dieses Thema im Klimaausschuss informiert.
Vereinfachter Zugang zu Fördergeldern
Die Stadt Arnsberg wird in diesem Programm von Stefan Slembrouck (Local Expert, Digital Energy Strategies, Arnsberg) und Matthias Wechsler (Lead Expert, Arup GmbH, Berlin) unterstützt. Unternehmen, die an diesem Projekt teilnehmen, erhalten einen verbesserten und vereinfachten Zugang zu europäischen Fördermitteln. Aktuell befinde sich das Projektteam in konkreten Gesprächen mit Vertretern des Referats N, der IHK Arnsberg, der Handwerkskammer Südwestfalen, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Wirtschaftsförderung Arnsberg sowie rund fünf lokalen Unternehmen, so die Stadt Arnsberg. Die öffentlichkeitswirksame Unterzeichnung der Vereinbarungen ist bis Ende des Jahres geplant, gefolgt von ersten gemeinsamen Workshops und konkreten Projekten.
Weitere Unternehmen sind eingeladen, partnerschaftliche Vereinbarungen im Sinne des Green Deals abzuschließen, um gemeinsam die Ziele der Klimaneutralität und Nachhaltigkeit zu erreichen.
Klimaneutral bis 2035
Die Stadt Arnsberg hat durch einen Ratsbeschluss vom 15.06.2023 das Ziel festgelegt, bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen. Der Fahrplan zur Klimaneutralität, bekannt als „klimaneutrales #arnsberg2030“, umfasst sieben Transformationsbereiche, die als „7 Wenden“ bezeichnet werden. Eine dieser Wenden ist die Industrie- und Dienstleistungswende, die einen „Klimapakt der Arnsberger Wirtschaft“ vorsieht. In diesem Pakt bekennen sich Unternehmen zu dem gesamtstädtischen Klimaneutralitätsziel und verpflichten sich, ihre Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern, auf erneuerbare Energien umzustellen, ihre betriebliche Mobilität zu transformieren und Klimaschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz zu fördern.
Ziele und Vision der Intelligent Cities Challenge
Die zweite Phase der Intelligent Cities Challenge hat das Ziel, ein internationales Netzwerk „intelligenter Städte“ zu unterstützen, das neue Technologien nutzt und gleichzeitig ehrgeizige Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger unternimmt. Dies soll Wachstum, Nachhaltigkeit und Resilienz fördern. Die teilnehmenden Städte werden dabei unterstützt, Strategien und Aktionspläne zu entwickeln oder zu aktualisieren, um nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Ein zentrales Element ist die Unterzeichnung von mindestens 175 lokalen Green-Deal-Partnerschaften mit lokalen Akteuren, einschließlich Unternehmen und Verbänden.