
Die Treppe am Busbahnhof in Regenbogenfarben wird es nicht mehr geben. Sie ist mehrfach übermalt worden. Der Bezirksausschuss Neheim hat in seiner Sitzung Anfang der Woche 3 Alternativvorschläge von der Initiative „offen.Bund Arnsberg“, einem queeren Verein, diskutiert. Der Verein möchte damit Neheim als offenen, vielfältigen und zukunftsorientierten Stadtteil sichtbar machen. Alternative Vorschläge zur Regenbogentreppe: Eine Lichtinstallation auf der Marktplatzüberdachung, Metallschilder mit Zitaten für Offenheit und Zusammenhalt, Neugestaltung der Regenbogentreppe mit Zitaten aus dem Grundgesetz. Die Mitglieder des Bezirksausschusses stehen allen drei Vorschlägen grundsätzlich positiv gegenüber. Zusätzlich brachte der Ausschussvorsitzende Andreas Dieck(CDU) die Idee ein, man könne auch die Beleuchtung des neuen Fontänenfeldes nutzen. Ausschussmitglied Karl-Georg Wuschansky(SPD) äußerte den Wunsch, die Schüler mit in die Entscheidung einzubeziehen, wie es weitergehen soll. Dieser Wunsch stieß generell auf Zustimmung des Ausschusses.
Stadtverwaltung soll das Thema für den Rat vorbereiten
Der Ausschuss äußerte Bedenken zu den Kosten der Alternativvorschläge, die sich in Grenzen halten müssten. Der Bezirksausschuss hat daher die Verwaltung gebeten, eine Rückmeldung darüber zu geben, welche Vorschläge gut, schnell und günstig umzusetzen sind. Zusätzliche Bedenken des Ausschusses gab es beim Vorschlag 3 der Initiative (Zitate aus dem Grundgesetz): Hier besteht die Sorge, dass erneuter Vandalismus eintreten könnte. Eine Verunstaltung von Grundgesetz Zitaten an der Treppe wurde als nicht tolerierbar betrachtet. Zudem würde im Rahmen des Projektes Busbahnhof die Treppe ja ohnehin erneuert. Daher sei es fraglich, wie sinnvoll diese Maßnahme davor ist. Einer erneuten Diskussion über die Neugestaltung der Treppe im Zuge des Neubaus des ZOB steht der Bezirksausschuss Neheim offen gegenüber. Die Stadtverwaltung wird das Thema jetzt für die Sitzungen von weiteren Ausschüssen und des Stadtrats vorbereiten.
Quelle: Stadt Arnsberg
Regenbogentreppe am Busbahnhof war Schülerprojekt
Ursprünglich war die Treppe am Busbahnhof von Schülern des Arnsberger Gymnasiums Laurentianum in den Regenbogenfarben gestaltet worden. Sie sollte ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt und Toleranz setzen. Die Treppe war in der vergangenen Zeit schon öfter das Ziel von Vandalismus. Anfang Februar war die Treppe schwarz-rot-gold übermalt worden.