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Alkoholbedingte Arbeitsausfälle
© AOK/Colourbox/hfr.
Die AOK NordWest rät, ab und zu den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen
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Alkoholbedingte Arbeitsausfälle

Regelmäßiger Alkoholkonsum ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für zahlreiche chronische Krankheiten, so die AOK.

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Im HSK haben Arbeitnehmer alkoholbedingt viele Fehltage gesammelt, das sagt die AOK NordWest. Sauerländer Arbeitnehmer, die bei der AOK versichert sind, fehlten im vergangenen Jahr insgesamt 4.589 Arbeitstage aufgrund von Alkoholproblemen. Die Dunkelziffer durch andere Diagnosen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit, sei dabei nicht zu unterschätzen, so die AOK. „Das Trinken von Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest verankert. Was viele als harmlosen Genuss abtun, kann jedoch gefährlich werden. Denn der regelmäßige Alkoholkonsum ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für zahlreiche chronische Krankheiten ", sagt AOK-Serviceregions-leiter Dirk Schneider.

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Auf Alkohol verzichten

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Eine Weile keinen Alkohol zu trinken, tut Körper und Seele gut und kann zu einem langfristigen veränderten Umgang mit Alkohol beitragen. Der regelmäßige Konsum von Alkohol wird gesellschaftlich oft verharmlost, so die AOK. Es gibt viele Anlässe bei denen Alkohol wie selbstverständlich dazu gehört: Anstoßen mit einem Glas Sekt, eine Flasche Bier zum Feierabend oder das Gläschen Wein am Abend gehören für viele einfach dazu. Dabei werden die gesundheitlichen Risiken und das Suchtpotenzial häufig unterschätzt. So profitiert das Herz-Kreislauf-System schon von einer kurzzeitigen Abstinenz, ebenso der Magen und die Leber, so die Krankenkasse. Alkoholverzicht wirkt sich zudem positiv auf Schlaf, Blutdruck, Konzentrationsfähigkeit und Körpergewicht aus. Außerdem wird das Krebsrisiko gemindert und das Immunsystem gestärkt.

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Folgen von Alkohol werden in Kauf genommen

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Wissenschaftlichen Daten zeigen: Bereits der erste Tropfen birgt gesundheitliche Risiken. Alkohol ist ein Zellgift, das grundsätzlich alle Organe schädigen kann. Bis zum Alter von 25 Jahren reift unser Gehirn. Daher hat Alkoholkonsum gerade für die Bildung und Verknüpfung von Nervenzellen bis zu diesem Alter extreme Folge haben.

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Alkoholsucht

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„Außerdem ist Alkoholsucht eine zerstörerische Krankheit mit weitreichenden Auswirkungen auf Gesundheit, Psyche, soziale Beziehungen und berufliche

Perspektiven“, sagt Schneider. Neben den kurzfristigen Auswirkungen von

Alkoholkonsum, die Unfälle, Verletzungen und Gewalt begünstigen, erhöht er unter anderem das Risiko für die Entstehung von zahlreichen Krankheiten wie Brust- und Dickdarmkrebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck und Lebererkrankungen. Vor allem riskante Alkoholmengen und das Rauschtrinken verringern die Lebensqualität und erhöhen das Risiko für Krankheiten.

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Empfehlung: Null Promille

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Alkohol ist jederzeit leicht verfügbar und der Konsum weitgehend gesellschaftlich akzeptiert. Häufig sind es auch äußere Bedingungen oder Befindlichkeiten, mit denen die eigenen Trinkgewohnheiten gerechtfertigt werden. Aussagen wie ‚Nach dem stressigen Tag habe ich eine schöne Flasche Wein aufgemacht‘ oder ‚Trink doch ein Bier mit, sei nicht so ungemütlich‘ trügen dazu bei, dass der Konsum von Alkohol heruntergespielt werde. Es sei wichtig, das Thema Alkohol verstärkt in den Fokus zu rücken und die gesellschaftliche Verharmlosung kritisch zu hinterfragen. Nach den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) gib es keine risikofreie Menge für einen unbedenklichen

Alkoholkonsum. Die DHS empfiehlt daher, auf alkoholische Getränke möglichst zu verzichten. Wer alkoholische Getränke konsumiert, soll vor allem hohe Alkoholmengen vermeiden. Als risikoarm stuft die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen Alkoholkonsum von maximal ein bis zwei Gläsern Wein (280 ml) oder maximal ein bis zwei kleinen Flaschen Bier (660 ml) in der Woche ein. Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sollten generell keinen Alkohol trinken.

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