
In Arnsberg sind aktuell Mitarbeiter des Geologische Dienst NRW (GD NRW) in Krefeld unterwegs. Das ist ein Landesbetrieb im Geschäftsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW. In Arnsberg werden sogenannte bodenkundliche Landesaufnahmen durchführt, die der forstlichen Standorterkundung dienen. Die mit den Untersuchungen Beauftragten sind im Rahmen befugt, Grundstücke zu betreten und die erforderlichen geologischen Untersuchungen durchzuführen, heißt es. Ebenso steht den Beauftragten der Zutritt zu allen Standorten geologischer Untersuchungen, insbesondere zu Anlagen und Einrichtungen für Bohrungen sowie zu Steinbrüchen, Kiesgruben und sonstigen der Nutzung des geologischen Untergrundes dienenden Betrieben offen. Die Mitarbeiter können sich mit Dienstausweise oder Begleitschreiben ausweisen.
Bodeninfos gewinnen
Die Untersuchungen dienen einer allgemeinen Bestandsaufnahme des Bodens und des Untergrundes, so die Stadt Arnsberg. Die Ergebnisse der Aufnahme werden in amtlichen Karten veröffentlicht. Sie sind wichtige Unterlagen für viele Aufgaben, z. B. in der Land- und Forstwirtschaft (Bodennutzung, Bodenverbesserung, Erosionsschutz, Holzartenwahl), im Bauwesen, bei der Planung und Landespflege (Landesplanung, Bauleitplanung, Naturschutz), im Landeskulturbau und in der Wasserwirtschaft (ent- und bewässerungsbedürftige Flächen) sowie für die wissenschaftliche Forschung und den naturkundlichen Unterricht.
Im Rahmen der Kartierungen sind kleine Handbohrungen notwendig, stellenweise auch Aufgrabungen zur Entnahme von Bodenproben. Etwaige durch die Inanspruchnahme entstehende Schäden werden nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen ersetzt. Die Beauftragten des GD NRW werden auf die landwirtschaftlichen Belange und die derzeitige Nutzung der Grundstücke weitgehend Rücksicht nehmen, heißt es.