
Der Gemeindepsychiatrischer Verbund im HSK bereitet einen Aktionstag Sucht vor. Im Mittelpunkt stehen süchtige Eltern. "Wie spreche ich Eltern an, bei denen ich eine Suchterkrankung vermute?" – dieser Frage müssen sich noch immer viele Fachkräfte in Kinder-, Jugend- und Gesundheitseinrichtungen sowie Schulen stellen, so der Hochsauerlandkreis. Der diesjährige Aktionstag Sucht steht daher unter dem Motto "Umgang mit suchtauffälligen Eltern" und findet am Freitag, den 13. November im Kreishaus Meschede statt. Ziel ist es, suchtbedingte Verhaltensauffälligkeiten bei Eltern besser zu erkennen und betroffenen Familien und deren Kindern noch gezielter Unterstützung anbieten zu können, so die Kreisverwaltung.
"Ich freue mich, dass wir das vierte Jahr in Folge den Aktionstag Sucht anbieten können. Unser Ziel ist es, Fachkräften und Ehrenamtlichen, die in ihrem beruflichen Alltag mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten, Methoden und Ansätze zur besseren Unterstützung suchtbetroffener Familien aufzuzeigen", so Samira Sommer von der Arbeitsgruppe Sucht und Substitution des Gemeindepsychiatrischen Verbundes.
Programm am 13. November
Es gibt Vorträge zu den Themen: "Was ist Sucht?" (Dr. R. Holzbach, Chefarzt Klinikum Hochsauerland), und "Motivierende Gesprächsführung" (S. Kühnhold, Chefarzt LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt). Dazwischen berichten Mitarbeiter des LWL-Klinikums Marsberg darüber, wie eine qualifizierte Entgiftung von illegalen Drogen auf einer Station aussieht. Außerdem werden 3 Workshops angeboten.
Workshop 1: Ansprache von Betroffenen - Mitglieder der AG Sucht & Substitution Workshop 2: Einblicke in Suchtprävention - Dietmar Fegler, Fachkraft Gesundheitsprävention, Gesundheitsamt HSK Workshop 3: Angehörige im Schatten der Sucht - Annabelle Schickentanz, Diplom-Sozialarbeiterin, Autorin und Jens Flassbeck, Psychologischer Psychotherapeut, Fachbuchautor. Die Veranstaltung ist kostenfrei.