
Die Paul Köster GmbH in Medebach sieht ihre Zukunft gesichert: Das Unternehmen informierte die Beschäftigten gestern auf einer Betriebsversammlung über seine Sanierungspläne. Die Sanierung hat allerdings einen hohen Preis: 90 Arbeitsplätze fallen weg. 212 bleiben erhalten. Alle Ausbildungsverhältnisse sollen fortgesetzt werden. Das teilt die Kanzlei Kebekus in Düsseldorf mit. Sie begleitet die Restrukturierung des Unternehmens insolvenzrechtlich. Der Maschinenbauer hatte zum 1. September Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.
Transfergesellschaft für die betroffenen Beschäftigten
Paul Köster hatte im Juni wegen eines starken Auftragsrückgangs ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Seit Anfang September ist das Verfahren eröffnet. Das bedeutet: Die Geschäftsführung führt den Betrieb weiter, während ein gerichtlich bestellter Sachwalter das Verfahren überwacht.
Nach Angaben des Unternehmens ist es gelungen, den Betrieb während des Verfahrens vollständig aufrechtzuerhalten. Damit gibt es eine Perspektive für die Firma und den Großteil der Beschäftigten. Weil Paul Köster in den kommenden Jahren aber mit deutlich weniger Umsatz rechnet, sollen die Kosten sinken - unter anderem durch den Abbau von 90 Arbeitsplätzen.
Für die betroffenen Mitarbeitenden ist eine Transfergesellschaft geplant. Sie soll Weiterbildungen und Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Stelle anbieten. Über die Einzelheiten will das Unternehmen in den nächsten Tagen informieren.
Abgeschlossen ist die Sanierung noch nicht. In den kommenden Wochen soll ein Insolvenzplan vorgestellt werden. Ziel sei es, das Verfahren im Januar 2027 zu beenden.