3-Zimmer-Wohnungen im Sauerland knapp

Besonders in den Sauerländer Innenstädten sind Wohnungen knapp

Die Wohnungen im Sauerland sind knapp. Das ergab eine Radio Sauerland-Umfrage unter Immobilienmaklern und Vermietern. Die Nachfrage konzentriere sich vor allem auf die Kernstädte im Sauerland, sagte SBG-Vorstandsmitglied Peter Simon im Gespräch mit Radio Sauerland. Die Genossenschaft besitzt über 1.800 Wohnungen in fünf Städten und Gemeinden im Sauerland. Davon seien aktuell nur vier Wohnungen frei, hieß es. Neben einem Neubau mit vierzig Wohnungen in Schmallenberg könne die Genossenschaft aktuell keine weiteren Projekte angehen.

Die Lage sei jedoch noch nicht so dramatisch wie in den großen Städten, sagte Makler Lucas Vogt aus Arnsberg. Viel mehr stelle er eine Konzentration auf die Kernstädte und auf 3-Zimmer-Wohnungen fest. So würden Singles, kleine Familien und Senioren um diese Wohnungen konkurrieren. Der Makler empfiehlt Interessenten, sich möglichst schon beim ersten Kontakt in einem kurzen Text vorzustellen. Sie würden so einen guten ersten Eindruck beim Vermieter hinterlassen.

Mietpreise im HSK unter dem NRW-Schnitt

Wohnungen im Sauerland werden immer teurer. Seine Firma habe jede Woche 15 bis 20 Interessenten, die keine Wohnung fänden. Oft aus Preisgründen, sagte Frank Schindler von Becker Immobilien in Brilon. Das Onlineportal immowelt.de teilte auf Radio Sauerland-Anfrage mit, dass die durchschnittliche Kaltmiete im Hochsauerlandkreis zuletzt stark gestiegen sei. Von 2015 bis 2020 stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis um 80 Cent auf 5,70€. Der NRW-Durchschnitt liegt mit 7,50€ trotzdem deutlich höher. Das Portal wertet für die Statistik die Preise der dort eingestellten Wohnungen aus.

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