
Das Naturbad in Hallenberg soll 1.673.327 Euro aus einem Bundesprogramm für Schwimmbäder erhalten. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Förderung beschlossen. Das haben die Bundestagsabgeordneten aus dem Hochsauerlandkreis Sandra Stein(Die Grünen) und Friedrich Merz(CDU) gestern mitgeteilt. Die Stadt Hallenberg hat sofort reagiert und lädt nächste Woche zu einer Bürgerversammlung zum Thema Naturbad ein. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung einer möglichen Sanierung: Trotz zugesagter Bundesförderung müsste die Stadt nach aktuellem Stand 55 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben selbst tragen, so die Stadt Hallenberg. In diesem Sommer ist das Bad wegen erheblicher Mängel geschlossen geblieben.
Sanierung kostet rund 2,4 Millionen Euro
Das Naturbad ist erheblich sanierungsbedürftig. Technische Anlagen und Teile der Infrastruktur entsprechen laut Stadt nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Der Rat hatte deshalb einstimmig beschlossen, das Bad in diesem Sommer nicht zu öffnen, solange die grundsätzliche Entscheidung über eine Sanierung aussteht.
Obwohl die Stadt Hallenberg jetzt 1,7 Millionen Euro Förderung bekommt, sei der verbleibende Eigenanteil wäre angesichts der angespannten Haushaltslage eine große Herausforderung, heißt es von der Stadt Hallenberg. Bei der Bürgersammlung will die Stadt mögliche Finanzierungswege besprechen - darunter Mittel aus dem Haushalt, höhere Eintrittspreise oder Steuern sowie die Frage, ob ein ehrenamtlicher Bäderverein helfen könnte. Die Stadt möchte den Sachstand erläutern und die Meinungen der Hallenberger hören.
Die Bürgerversammlung beginnt am Mittwoch, 30. September 2026, um 18 Uhr in der Stadthalle, Bangenstraße 16. Eingeladen sind alle Interessierten - auch Menschen, die das Naturbad nicht nutzen.
Sanierungskonzept:
Die Stadt Hallenberg hat für das Naturfreibad bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet. Vorgesehen sind unter anderem ein neues Becken, die Erneuerung der technischen Anlagen und der Wasseraufbereitung sowie Arbeiten am Dach und im Eingangsbereich. Auch die Wassererwärmung mit erneuerbaren Energien ist Teil der Planung. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von rund 2,4 Millionen Euro.
Sanierung von Sportstätten
Für die aktuelle Förderrunde zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder stehen bundesweit 250 Millionen Euro bereit. Beworben hatten sich 939 Projekte
Weitere 333 Millionen Euro sind im Bundeshaushalt für die Sanierung von Sportstätten allgemein veranschlagt. Der nächste Projektaufruf ist für Herbst 2026 vorgesehen.