
Seit Januar 2024 sind in der Marsberger Innenstadt zwölf neue Unternehmen und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt worden. Die Stadt zieht damit eine positive Zwischenbilanz zum NRW-Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“. Das Ziel: Leerstände verringern und die Innenstadt als Einkaufs-, Arbeits- und Begegnungsort stärken. Einzelheiten sind gestern Abend im Rat Marsberg vorgestellt worden.
Förderprogramm zeigt Wirkung in Marsberg
Die Bilanz zeigt eine breite Entwicklung in der Innenstadt: Im Jahr 2024 sind sechs Mietverträge abgeschlossen worden - für ein Lebensmittelgeschäft, zwei Kosmetikstudios, eine Logopädiepraxis, eine Fahrschule und einen Gastronomiebetrieb. 2025 kamen ein weiterer Gastronomiebetrieb und ein Laden für Kleinbedarf dazu. Auch 2026 setzte sich die Entwicklung fort - mit einem Bildungszentrum, der Übernahme eines Sonnenstudios, der Übernahme eines Gastronomiebetriebs und einem Bekleidungsgeschäft.
Nach Angaben der Stadt haben sich viele der geförderten Betriebe inzwischen am Markt etabliert. Mehrere Unternehmen führen ihre Mietverträge mittlerweile ohne Förderung weiter. Ein Betrieb hat sogar eigene Geschäftsräume gekauft und damit langfristig in den Standort Marsberg investiert. Für einen weiteren Betrieb ist bereits eine Verlängerung des Mietverhältnisses vorgesehen. Zwar konnten sich nicht alle Geschäftsmodelle dauerhaft halten, insgesamt sieht die Stadt aber einen nachhaltigen Impuls für die Innenstadt.
Neugestaltung Kirchplatz in Niedermarsberg
Neben den neuen Ansiedlungen ist in Marsberg auch in den öffentlichen Raum investiert worden. Ein sichtbares Beispiel ist der Kirchplatz in Niedermarsberg. Dort sind laut Stadt rund 100.000 Euro in die Neugestaltung geflossen. Entstanden sind unter anderem neue Spielmöglichkeiten für Kinder, moderne Sitzgelegenheiten, Pflanzgefäße, Schaukästen und weitere Ausstattung. Auch der Alte Markt in Niedermarsberg wurde mit einem neuen Trinkbrunnen aufgewertet. Weitere Maßnahmen an der Hauptstraße sind bereits geplant.
Bürgermeister Matthias Koch spricht von einer erfreulichen Entwicklung. Besonders wichtig sei dabei das Zusammenspiel aus Förderung, Investitionen und persönlicher Begleitung der Betriebe. Diese Aufgabe übernimmt City-Managerin Anja Daoudi, die Gründerinnen, Gründer und Gewerbetreibende von der ersten Idee bis zur Eröffnung unterstützt.
Programm läuft noch bis Ende 2027
Die Stadt weist darauf hin, dass das Förderprogramm an die Richtlinien des Landes gebunden ist. Förderfähig sind nur Ladenlokale im Erdgeschoss. Flächen in Obergeschossen oder in Einkaufszentren - etwa im Burghofcenter - sind ausgeschlossen.
Nach Angaben der Stadt Marsberg stehen für die Förderung von Mietzahlungen bis Ende 2027 insgesamt 81.900 Euro zur Verfügung. 70 Prozent der Kosten übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen, 30 Prozent trägt die Stadt Marsberg selbst. Ein aktuelles Leerstandsregister gibt es auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung Marsberg.