Präsidentschaftskandidatin Fujimori warnt vor Wahlbetrug

Keiko Fujimori
© Martin Mejia (dpa)

Peru

Lima (dpa) - Angesichts des extrem knappen Rennens bei der Präsidentenwahl in Peru hat Kandidatin Keiko Fujimori vor Betrug gewarnt. «Es gab eine Serie von Unregelmäßigkeiten, die uns Sorge bereiten», sagte die Rechtspopulistin.

So lege die Partei ihres Kontrahenten Pedro Castillo gezielt Beschwerde gegen die Auszählung von Stimmen aus ihren Hochburgen ein. «Sie wollen die Ergebnisse, die den Willen des Volkes spiegeln, verfälschen oder verzögern.»

Nach der Stichwahl hatte Fujimori zunächst knapp geführt. Im Laufe der Auszählung der Stimmen aus ländlichen Gebieten wendete sich das Blatt allerdings und Linkskandidat Castillo lag vorne. Nach der Auszählung von knapp 96 Prozent der Stimmen kam Castillo auf 50,26 Prozent, Fujimori auf 49,73 Prozent.

Die Wahl war ein Kräftemessen der politischen Extreme. Fujimori, die Tochter des autoritären Ex-Machthabers Alberto Fujimori, steht für eine neoliberale Wirtschaftspolitik und eine Sicherheitsstrategie der harten Hand. In den vergangenen Jahren war sie wegen Korruptionsvorwürfen allerdings selbst mehrfach in Untersuchungshaft. Der Dorfschullehrer Castillo von der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre hingegen will im Fall eines Wahlsiegs einen sozialistischen Staat aufbauen, die Medien stärker kontrollieren und das Verfassungsgericht abschaffen.

© dpa-infocom, dpa:210608-99-901854/3

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