Talk Marsberg
Marsberg verfolgt erfolgversprechende Strategien in der medizinischen Versorgung. Das ist das Ergebnis des Radio Sauerland Talks in der Volksbank in Marsberg. Seit 2006 wird innerhalb der Zukunftsinitiative Gesundheitsstandort Marsberg gearbeitet. „Jetzt kann man erste Projekte an den Start bringen“, so Bürgermeister Hubertus Klenner. Angedacht ist beispielsweise ein Gesundheitsportal. Alleine in Marsberg und Umgebung gibt es an die 160 Adressen aus dem Gesundheitsbereich, die man im Internet einheitlich vermarkten will. „Auch die neue Gesundheitsstiftung kommt bei den Marsberger Bürgern gut an. Viele Privatpersonen sind schon Mitglied geworden“, erklärte Gründungsmitglied Eckart Ising Auch die Volksbank Marsberg beteiligt sich mit rund 25 000 Euro am Stiftungskapital Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde haben ihren Beitritt bereits zugesichert. Aktuell verfügt die Gesundheitsstiftung über rund 140 000 Euro. Das Geld ist unter anderem für die Marsberger Kliniken gedacht, aber auch um junge Ärzte in Marsberg anzusiedeln, bzw. sie mit Fahrtgeld zu unterstützen. Auch soll es zwischen dem Landschaftsverband, dem Marienhospital und den niedergelassenen Ärzten eine noch engere Kooperation geben, sagte der ärztliche Direktor des Marienhospitals Dr. Ulrich Pannewick. Dr. Martin Rörig von der Ärztevereinigung kündigte an, dass es in Sachen Notdienst eine Marsberg Lösung geben kann. Eine Entscheidung für das Marsberger Modell soll bis zum 01.01.2011 fallen. Der Giershagener Mediziner Dr. Jürgen Horst betonte, dass das klassische Hausarzt-Modell im Auslaufen begriffen sei. Diese Ärzte werden dann in medizinischen Versorgungszentren arbeiten, um Synergieeffekte zu erzielen. Erwähnenswert, so Horst, sei die Entwicklung, dass künftig 70 % der Mediziner Frauen sind.
Die Podiumsteilnehmer von links nach rechts:
Dr. Jürgen Horst, Dr. Ulrich Pannewick, Hubertus Klenner, Paul Senske, Dr. Martin Rörig, Eckart Ising.
